Hilfe im Krisenfall: Team Österreich als App

20. März 2019 /
Die Team Österreich App von Ö3 und dem Roten Kreuz, Credit: Rotes Kreuz NÖ/Hürner L.

„Team Österreich“ wurde 2007 von Ö3 und dem Österreichischen Roten Kreuz gegründet, damit in Krisensituationen schnell viele Helfer mobilisiert werden können. 50.000 Freiwillige haben sich bisher auf der Plattform angemeldet, um im Ernstfall als Helfer einzuspringen. Tritt dieser ein, werden die angemeldeten Helfer per SMS informiert und um Mithilfe gebeten.

Schneller Einsatz im Krisenfall

Credit: Österreichisches Rotes Kreuz

Die App soll nun als Unterstützer bei potenziellen Krisenfällen wie Schneechaos, extremer Hitze oder Stromausfällen funktionieren. Mit einem persönlichen Werkleitungsassistenten werden mögliche Szenarien abgefragt und Tipps gegeben, wie man sich wappnen kann. Dazu gehören auch relativ einfache aber wichtige Erinnerungen, wie die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme, das Absichern der Wohnräume bei Sturm oder Hochwasser, sowie der richtige Schutz vor Gewitter.

Wer gerne sehr gut vorbereitet ist, der kann die Checkliste für den Notfall-Rucksack nutzen. Neben Snacks, Wasserflasche und Medikamenten, erinnert der virtuelle Helfer an Impfpass, Erste Hilfe Kit und an wasserdicht verpackte, wichtige Dokumente. Für Familien empfiehlt die App, einen Plan zu besprechen. So sollte ein Treffpunkt vereinbart werden und mit Kindern wichtige Telefonnummern und Adressen geübt werden. Verläuft sich ein Kind, kann es so schnell wieder mit der Familie zusammengebracht werden.

Team Österreichs freiwillige Helfer

Credit: Österreichisches Rotes Kreuz

Warnungen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der Team Österreich App. Nutzer können mehrere Orte anlegen, für die sie Warnungen erhalten können: Zuhause, den Arbeitsplatz oder die Schule sind mögliche Orte, für die sich diese Warnungen anbieten. Zudem muss angegeben werden, für welche Gefahren – wie Sturm, Gewitter oder Schnee – und welche Gefahrenstufe die Warnungen ausgegeben werden sollen. Sollte eine Warnung eintreffen, erhalten die Nutzer auch Last-Minute Tipps, um sich besser auf die Situation einstellen zu können.

Der Kern des „Team Österreich“ bilden die Freiwilligen. Helfer können sich über die App registrieren und erhalten im Krisenfall eine Aufgabe zugeteilt, um den Einsatzkräften unter die Arme zu greifen. Das können einfache Dinge sein, wie das Messen von Schneehöhe oder Temperaturen an ihrem Standort, oder das Senden von Fotos. Zudem können Mitglieder ihre Einsatz-Daten verwalten und Infos erhalten.

Credit: Österreichisches Rotes Kreuz

Besonders bewährt hat sich die Möglichkeit, Laienhelfer einzusetzen, die im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands in ihrer Nähe zu Hilfe kommen. Die Funktion „Team Österreich Lebensretter“ ist als extra App erhältlich und unterstützt Ersthelfer. So kann ein Notfall gemeldet werden und ein registrierter Laienhelfer, der sich im Umkreis von 500 Metern befindet, wird informiert. Sie sind häufig schneller vor Ort, als die Einsatzkräfte. Die App enthält die wichtigsten Hinweise für Laienhelfer und ein Metronom für die Herzdruckmassage. Eine Karte zeigt zudem Defibrillatoren im Umkreis des eigenen Standorts an. Nicht jeder kann jedoch Laienhelfer werden, geht es doch um Leben und Tod: Sie müssen mindestens einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben, um sich zu registrieren.

Die Apps können für Android und iOS heruntergeladen werden.

Verfasst von
Franziska Bechtold arbeitet in der Monopol-Redaktion und verbringt ihre Freizeit schon immer gern in Digitalen Welten: Videospiele, SmartDevices und technologischer Fortschritt sind feste Bestandteile ihres Alltags. Blogt als elektro-uschi.at

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