Vom Trainer zum Coach – Google möchte KI-unterstützten Coach auf den Markt bringen

13. Februar 2019 /

Google macht sich fit – und zwar im Bereich Fitness und KI. So munkelt man jedenfalls. Konkret soll es dabei um das Projekt „Google Coach“ gehen – ein Feature für Wearables und möglicherweise auch für Smartphones. Zwar gibt es mit Google Fit bereits eine Google-App, die Fitnessaktivitäten trackt, Google Coach soll jedoch mehr können und Google Fit möglicherweise sogar komplett ersetzen. Das neue Feature möchte nämlich etwas mehr sein als nur eine App, denn, wie der Name schon sagt, geht es dabei eher darum den Nutzern und Nutzerinnen einen Coach zur Seite zu stellen. Gewissermaßen also jemanden der permanent auf die Gesundheit des Users oder der Userin achtet. Ein ganzheitlicher Ansatz, der sich mit reinem Zahlenmaterial zu zurückgelegten Schritten und damit verbundenem Kalorienverlust nicht zufrieden gibt.

Was bedeutet ganzheitlich?

Der Anspruch ganzheitlicher Betreuung bedeutet in diesem Fall vor allem eines – nämlich die Implementierung von KI in die Funktionsweise der Plattform. Künstliche Intelligenz soll die sportlichen Aktivitäten also nicht nur erfassen, sondern diese Messungen in weiterer Folge auch dazu nutzen, um darauf basierende, personalisierte Ratschläge zu geben. Der Coach nimmt dem User oder der Userin also beispielsweise die Entscheidung ab, ob nach der letzten Yoga-Einheit lieber Cardio oder Krafttraining am Programm stehen sollte. Der Coach kommuniziert seine Meinung dazu und erläutert die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Aktivitäten.

Es kommt auch auf die Ernährung an

Der neue Coach von Google soll sich allerdings auf noch viel mehr als nur auf das Fitnessprogramm des Users oder der Userin konzentrieren. Die Software, die dahinter steckt, ist nämlich nicht nur in Sachen Sport intelligent und kompetent, sondern kennt sich auch mit Ernährungsplänen aus. Wenn man den derzeit kursierenden Informationen ausreichend Glauben schenken darf, dann denkt der Coach sogar in solch umfassenden Ausmaß mit, dass er in der Lage ist, Ernährungspläne und -listen zu erstellen, die sich per Mail weiterleiten und dann auch ausdrucken lassen. Darüber hinaus soll sich der Google Coach auch zur Tagesplanung einsetzen lassen – dem User oder der Userin also dabei helfen festzulegen, wann welche Aktivität am sinnvollsten ist. Wann und ob die App überhaupt auf den Markt kommt, steht nach wie vor leider noch nicht fest.

Wer coachte bisher?

©Pixabay

Zwar gibt es eine ganze Reihe an Apps, die sich sehr erfolgreich dem individuell abgestimmten Fitnessplan des Users widmen, wobei sich manche davon auch mit der Kalorienzufuhr durch Lebensmittel beschäftigen. Die intelligente Kombination aus Ernährung und Fitness fehlte bislang meistens aber leider noch. Eine Ausnahme ist die App „8fit“, ein Projekt das die Lebensstiländerung ihrer Nutzer und Nutzerinnen zum Ziel hat. Wie bei Google handelt es sich hier also um einen ganzheitlichen Ansatz, der irgendwo zwischen Diätprogramm und Trainingsplan angesiedelt ist. Die Sporteinheiten möchten dabei vor allem eines sein: kurz und effizient. Wie der Name der App schon vermuten lässt, versteht sich auch die Plattform „myfitnesspal“ der Sportmarke Under Armour als Trainingsbuddy und nicht so sehr als reiner Kalorienzähler. Obwohl bei dieser App noch nicht wirklich von KI die Rede sein kann, gelingt es der App verbrauchte Kalorien automatisch in den persönlichen Ernährungsplan zu integrieren. Die Datenbank der App ist riesig, der Funktionsumfang trotzdem überschaubar. Dabei punktet die „myfitnesspal“ vor allem mit einer Besonderheit: leichter und unkomplizierter Bedienbarkeit.

Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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