Auf der sicheren Seite: So wird das Smartphone sicherer

12. Dezember 2018 /

Vollkommen zurecht empfinden es die meisten Menschen als absolute Notwendigkeit Laptop und Computer so gut es geht zu schützen. Nur beim Smartphone wird immer noch häufig darauf vergessen. Dabei ist das Smartphone nicht nur der mittlerweile am häufigsten genutzte Zugang zum Internet, sondern beinhaltet normalerweise auch zahllose Informationen über uns selbst – von Login-Daten über Fotos bis hin zu Nachrichten und Kontakten. Außerdem nehmen wir es, im Gegensatz zu Laptop und Computer überall mit hin und setzen es damit viel eher dem Risiko aus, irgendwo und die falschen Hände zu geraten. Was dann mit den Daten passiert, kann bei einem ungeschützten Smartphone nicht mehr beeinflusst werden. Außerdem gibt es eine große Anzahl an Apps und Websites die probieren zu sensiblen Daten, persönlichen Informationen und Bildern zu kommen. Glücklicherweise gibt es einige Tipps, die es sehr einfach machen die Sicherheit auf dem Smartphone zu verbessern. Der Aufwand ist gering, der Sicherheitseffekt dafür sehr groß.

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PIN und Fingerabdruck

Das Prädikat „eh zu“ gilt auch für die zugezogene Wohnungstüre. Damit die Türe aber auch wirklich zu – und nicht nur „eh zu“ ist und man mit einem sicheren Gefühl außer Haus gehen, sperrt man sie natürlich aber auch ab. So ähnlich ist das auch beim Smartphone – PIN und Fingerabdruck fungieren sozusagen als Schlüssel. Auf der sichereren Seite ist man außerdem, wenn der PIN sechs- anstatt nur vierstellig ist. Eine sehr einfache Regel, die ohne großen Aufwand zu befolgen ist.

 

Bluetooth und WLAN deaktivieren

Bluetooth und WLAN unterwegs auszuschalten, kann hin und wieder zwar etwas mühsam  sein, lohnt sich in Hinblick auf die Sicherheit des Smartphones aber auf jeden Fall. Vor allem an öffentlichen Plätzen oder in Transportmitteln des öffentlichen Verkehrs sollte man darauf achten, dass WLAN und Bluetooth deaktiviert sind. Dadurch ergibt sich außerdem ein sehr angenehmer Nebeneffekt: Die Akkulaufzeit verlängert sich, wenn diese Schnittstellen inaktiv sind. Wer gerne öffentliches WLAN nutzen möchte, sollte es lieber nur mit einem VPN nutzen.

Den Zeitraum zur Aktivierung des Ruhezustands gering halten

Schaltet man den Display des Smartphones aus, wird gleichzeitig das Gerät gesperrt. Je kürzer es dauert, bis der Ruhezustand aktiviert wird, desto schneller wird diese Sperre aktiv – bei einem Gerät, das so häufig irgendwo abgelegt wird wie das Smartphone, trägt das natürlich ganz entscheidend zur Sicherheit des Geräts bei.

Nur ausgewählte Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm

Auf dem Sperr-Bildschirm werden ja bekanntlich viele verschiedene Informationen und Benachrichtigungen angezeigt. Je nach App, können diese Benachrichtigungen unterschiedlich ausfallen. Wie und in welchem Umfang sie angezeigt werden, kann jedoch vom User selbst gesteuert werden. Damit kann man auch selbst entscheiden, ob die Benachrichtigungen einer bestimmten App überhaupt angezeigt werden sollen oder lieber nicht. Vor allem bei persönlicheren Nachrichten wie WhatsApp und Emails kann damit verhindert werden, dass Unbefugte Inhalte sehen, die sie eigentlich nichts angehen.

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Risikofaktor Apps

Auch damit ist absolute Sicherheit zwar nicht garantiert, trotzdem ist man um einiges sicherer unterwegs, wenn man die Apps aus den offiziellen App Stores, also aus dem Google Play Store und dem Apple App Store, bezieht. Bei beiden Anbietern kann man zumindest davon ausgehen, dass die Apps geprüft werden, bevor sie in die Stores aufgenommen werden. Damit ist zwar keine hundertprozentige Sicherheit garantiert, mögliche Gefahrenquellen lassen sich so aber gut minimieren.

Nicht alle Zugriffsrechte erlauben

Ob es wirklich notwendig ist, dass eine bestimmte App auf Funktionen wie Mikrofon, Kontakte, Standort oder andere zugreifen darf, kann vom User oder der Userin selbst festgelegt werden. Apps wie die Taschenlampe oder der Taschenrechner müssen schließlich nicht unbedingt auf das Mikrofon zugreifen. Hier sinnvoll auszuwählen kann dabei helfen die Sicherheit des Smartphones zu steigern.

Das Betriebssystem aktuell halten

Updates für Android und iOS stehen ja mitunter öfter bereits als man darauf reagieren kann. Trotzdem sollte man sich bemühen Updates zeitnah zu installieren. Natürlich geht es dabei auch darum die neuesten Funktionen nutzen zu können, gleichzeitig werden aber auch alle aktuellen Sicherheitspatches installiert.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Viele große Online-Dienste unterstützen neben Benutzername und Passwort die Nutzung eines zweiten Faktors zum Login. Falls die Möglichkeit besteht, sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung für jeden Dienst aktiviert werden.

Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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