Tipps & Tricks: Das alte Smartphone wieder auf Trab bringen

09. November 2018 /

Ein Smartphone kann durchaus ein sehr gewinnbringendes Werkzeug sein. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch meistens auch deutlich langsamer und der Gewinn steht plötzlich dem Verlust von Zeit und Nerven gegenüber, winkt ihm zu und grinst dabei hämisch. Anstatt die Nerven oder überhaupt das Smartphone wegzuwerfen, sollte man zuerst versuchen dem in die Jahre gekommene Smartphone wieder ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Meistens sind es neu installierte Inhalte, Updates und zusätzliche Apps, die das Smartphone in den Bummelmodus bringen. Glücklicherweise gibt es vor allem bei Android-Modellen einige einfache Möglichkeiten das alte Smartphone wieder aus dem Ruhestand zu holen und in seinen zweiten, dritten oder vierten Frühling zu schicken.

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Home Screens einschränken

Mehr Home Screens bedeutet natürlich auch, dass mehr Rechenleistung notwendig wird. Mehr Rechenleistung zieht wiederum natürlich nach sich, dass das Smartphone nicht mehr zu höchster Geschwindigkeit auflaufen kann. Wenn sich die Anzahl der hier platzierten Apps an die Anzahl der Home Screens anpasst, entkommt man dieser Gefahr noch am ehestmöglichen. Bei manchen Geräten lässt sich die Anzahl jedoch nicht einfach bestimmen – in diesem Fall sollte man sich für einen anderen Launcher, wie beispielsweise den Google Now Launcher entscheiden.

Manche Apps gehören einfach in den Appfall

Zum jährlichen Frühjahrsputz gehört auch im virtuellen Zuhause mal wieder gründlich aufzuräumen. An erster Stelle steht hier natürlich der Haufen an Apps die sich über einen gewissen Zeitraum angesammelt haben. Sie als Icons vom Startscreen zu entfernen, kann dabei schon mal helfen. Ist einem die Geschwindigkeit des Smartphones wichtig, sollten auch die Widgets nur in sehr reduzierter Form an Startscreen auftauchen. Auch wenn es dem ein oder anderen vielleicht schwer fallen wird die Wetterprognose nicht mehr beim ersten Blick aufs Smartphone gleich zu sehen, so wird man sich danach an der wieder gesteigerten Performance des Smartphones erfreuen können. Wer diesen Schritt noch nie getan an: Icons und Widgets werden entfernt indem man sie lange gedrückt hält und sie dann in den oberen Bildschirmrand zieht.

Logischerweise gilt das mit der gesunden Wegwerfkultur auch für die Apps an sich –  und natürlich auch alles andere das unnötig Speicherplatz frisst. Die App-Liste hin und wieder durchzugehen und sich dann von dem ein oder anderen zu verabschieden, ist also ratsam. Um die Apps die bleiben dürfen, sollte man sich dafür gut kümmern – das bedeutet: Regelmäßige Updates sind wichtig, die Programme performen danach in der Regel meistens besser. Schuld sind jedoch nicht nur die Apps – auch Bilder, Videos und Songs fressen natürlich Speicherplatz. Wer es nicht schafft die größten Speicherfresser selbst zu identifizieren, kann in den in den Einstellungen und dem Menüpunkt „Speicher & USB“ nach ihnen suchen.

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Nur ein leerer Cache ist ein guter Cache

Doch nicht nur die Apps selbst fressen Speicherplatz, auch der Cache sollte hin und wieder mal entleert werden. Schließlich ist es so, dass manche Apps Daten im Cache des Smartphones speichern, damit nicht so viel aus dem Web geladen werden muss. Eigentlich also ein Prinzip, das dafür sorgen soll, dass Apps schneller funktionieren. Trotzdem kann ein voller Cache das Smartphone deutlich entschleunigen. Wie man den mit den Apps zusammenhängenden Cache leert, ist einfach erklärt: In den Einstellungen auf Apps tippen, dann bei der verdächtigen App die Option „Speicher“ auswählen und dann „Cache leeren“ wählen.

Wenn gar nichts mehr hilft: Zurücksetzen

Ist die Trickkiste dann plötzlich leer, das Smartphone oder Tablet aber immer noch langsam, hilft meistens nur noch das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Davor gilt natürlich: Speichern! Alles was vorher lokal gespeichert war, sollte in die Cloud und dort sicher verwahrt werden.

Wie sieht es eigentlich bei iPhones aus?

Natürlich gibt es auch für die Apple Smartphones einige Tricks. Die erste Lade der Trickkiste unterscheidet sich gar nicht so stark von jener der Android Smartphones – denn auch hier gilt: Apps löschen, die nicht mehr gebraucht werden, Fotos und Videos in die Cloud verbannen. Also Speicherplatz freiräumen. Es lohnt sich außerdem dafür zu sorgen, dass sich sämtliche Apps nicht im Hintergrund aktualisieren und es nicht zuzulassen, dass automatische Updates die Geschwindigkeit des iPhones drosseln. Zusätzlich kann es auch helfen Ortungsdienste auszuschalten. Und wenn gar nichts davon hilft: Probieren Sie es mal mit einem Neustart. Auch das Durchhaltevermögen des treuen iPhones ist irgendwann einmal erschöpft.

Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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