Die Kabeltechnologie einfach erklärt

05. November 2018 /

Über die Kabeltechnologie wurden ursprünglich Fernseh- und Radiodienste übertragen. Doch die Technologie hat längst umgerüstet vom reinen Verteilmedium zu einem modernen zweidirektionalen Netz. Dies ermöglicht eine Rückkanalfähigkeit, mit der sich interaktive Dienste nutzen lassen. Kabel bietet heute Zugang zu einer hochinnovativen Infrastruktur für Fernsehen, Radio, Internet und Telefon – und das über einen einzigen Anschluss.

Allem voran hat der Breitband-Internetzugang über das Fernsehkabel der Internetnutzung ganz neue Speeds ermöglicht. Die Bandbreite wird nicht mehr nur für das Fernsehangebot genutzt, sondern zu einem großen Teil für immer höher werdende Surfgeschwindigkeiten.

Mehr als ein Kabel
Genaugenommen spricht man bei Kabelinternet und –fernsehen von Hybrid-Fibre-Coax, also einem Hybrid aus Glasfaser und Koax, abgekürzt ist von HFC die Rede. Diese leistungsfähige Kombination aus Glasfaser und Koaxialkabel nutzt vorhandene Bandbreiten deutlich effektiver als andere Technologien. Es liegt ein großer Frequenzbereich vor, über den Daten übertragen werden können.

Parallele Übertragung
Dank dieses großen Frequenzbereichs der Kabeltechnologie werden Internet und TV gleichzeitig übertragen, sie beeinflussen einander nicht. Man kann also ohne Qualitätsverlust im Internet surfen, während man gleichzeitig hochauflösendes Fernsehen in HD sieht.

Von analog zur digitalen Zukunft
Durch den Einsatz eines digitalen Datenübertragungsverfahrens für Fernsehen kann die Bandbreite im Kabelfernsehen wirtschaftlicher genutzt werden. Das Kabelfernsehen wurde 2016 und 2017 daher komplett auf digital umgestellt. Nicht nur bessere Bildqualität, sondern mehr freie Frequenzen durch die Möglichkeit mehr Sender im vorhandenen Frequenzspektrum gleichzeitig bereitzustellen, waren das Resultat.

Technologie mit Zukunftsperspektive
Die Kabeltechnologie sorgt schon jetzt für sehr hohe Bandbreiten – doch auch die Reserven, um den steigenden Bedarf in Zukunft zu decken, sind ausreichend. Das Frequenzspektrum lässt sich erweitern, sodass zusätzliche Kapazitäten entstehen. In der Geschichte des Kabelfernsehens ist dies schon oft passiert – Betreiber haben den genutzten Frequenzbereich mehrfach erweitert, um mehr Sender anbieten zu können. Genauso können neue Frequenzbereiche für die Bereitstellung von Kabelinternet geschaffen werden. Höhere Geschwindigkeiten werden immer wieder getestet.

Verfasst von
Ingrid ist Social Media Manager bei UPC und T-Mobile und in der Facebook-Community quasi zu Hause. Als richtige Abenteurerin verschlägt es sie aber auch mehrmals täglich auf YouTube, Instagram und Twitter. Ihre große Leidenschaft für Schokolade äußert sich in einer umfassenden Tortenpin-Sammlung auf Pinterest.

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1 Kommentar

  • IT-Freak says:

    Das TV Kabel hat es wirklich in sich. TV, Internet und Telefonie und das von Anfang an mit extrem Hohen Bandbreiten.
    Irgendwie wäre da Zahlen schön.
    Sprich, wie viele SD, HD Sender oder MBits können anstatt eines analogen Senders übertragen werden.
    Das mit den ausreichenden Kapazitäten ist so eine Sache. Auf den ersten Blick reicht die Bandbreite für alle aus, aber es kommt dann immer der Punkt, also spätestens wenn alle Gigabyte Dienst nutzen, wo man ohne Node Splits nicht mehr weiter kommt.