Die SIM-Karte der Zukunft. Wie die eSIM die Welt verändern wird.

24. Oktober 2018 /
eSim von T-Mobile eSim von T-Mobile

Im Gegensatz zu einer „regulären“ physischen SIM Karte, die ins Gerät eingesetzt wird, ist die eSIM (embedded SIM) fest im Gerät installiert und eine Kombination aus integrierter Software und speziellen Applikationen. Das Profil eines Mobilfunkbetreibers wird elektronisch auf die eSIM heruntergeladen.

T-Mobile bietet für seine Kunden seit 24. Oktober 2018 die eSIM an. Das Einrichten und verwalten des eSIM-Profils steht – z.B. derzeit für Apple iPhone XS (Max) und iPhone XR – kostenlos für Kunden von T-Mobile (und tele.ring) zur Verfügung. Einfach ins das Serviceportal „Mein T-Mobile“ einsteigen, den bestehenden Handytarif auf eSIM umstellen, den bereitgestellten QR-Code mit der Handykamera fotografieren/scannen und voilà, der Handytarif wird auf das eSIM-fähige Endgerät der Wahl gespielt und kann sofort verwendet werden. Wie das für Verträge von T-Mobile funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, kann man hier nachlesen.

Warum ist die eSIM so wichtig für die Digitalisierung?
Bis 2021 werden insgesamt 28 Milliarden Geräte eSIM-fähig sein (Source Ericsson Mobility Report 2016) – und mehr als die Hälfte davon werden Autos, Industriemaschinen sowie andere internetfähige Geräte sein. Die eSIM wird nicht nur bei Smartphones der neuesten Generation oder bei smarten Uhren eingesetzt, sondern wird neue Maßstäbe im Bereich IoT (Internet der Dinge, kurz IoT) setzen. Die eSIM ist im Gegensatz zur SIM-Karte aus Plastik flexibler einsetzbar, robuster und effizienter.

Standard SIM (1996), Micro SIM (2010), Nano SIM (2012), Embedded SIM (eSIM, 2016) von unten nach oben.

Standard SIM (1996), Micro SIM (2010), Nano SIM (2012), Embedded SIM (eSIM, 2016) von unten nach oben.

Die flexible eSIM
Wird der Netzbetreiber gewechselt oder man ist z.B. im Urlaub und will eine andere SIM-Karte nutzen, muss im Gegensatz zum Verwenden einer herkömmlichen SIM-Karte keine neue Karte gekauft und eingesteckt werden. Die im Gerät integrierte eSIM wird einfach per Funk „Over-the-Air“ (OTA) – und somit aus der Ferne – auf den neuen Anbieter umprogrammiert.

Die robuste eSIM für längere Nutzung
Gerade bei IoT-Anwendungen sind diese fix verbauten und kleinen eSIM-Karten wesentlich unempfindlicher gegenüber Erschütterungen, Staub und Temperaturschwankungen als herausnehmbare Plastikkarten und ermöglichen so eine längere und störungsfreiere Nutzungsdauer. Die SIM-Karte muss daher während der Lebensdauer eines Gerätes nicht ersetzt werden.

Die sichere eSIM
Ein weiterer wichtiger Vorteil der eSIM ist die mechanische Sicherheit. Da die SIM direkt auf die Platine des Gerätes gelötet wird, ist es nahezu unmöglich, das Gerät so zu manipulieren, dass die SIM zu Missbrauchszwecken entnommen werden kann.

Das Fazit: Die eSIM wird die Digitalisierung vorantreiben
Durch diese Flexibilität und unproblematische Handhabung stellt die eSIM ein Schlüsselelement für die Vernetzung der Dinge dar. Vor der eSIM mussten die Hersteller schon vorab im Werk wissen, wo oder mit welchem Betreiber in Zukunft gearbeitet wird.

Mit der eSIM ist es erstmals möglich, sich beim ersten Einsatz auf einen Netzbetreiber online aufzuschalten. Hierdurch erhalten die Hersteller und die Kunden mehr Flexibilität, in praktisch jedem Mobilfunknetz rund um den Globus, zu einem von ihnen gewählten und aus Business-Sicht günstigen Zeitpunkt und ohne manuellen Kartenwechsel online zu gehen.

Kurz gesagt: Die eSIM bietet eine Vereinfachung der Logistikprozesse bzw. Varianten-Reduktion in der Produktion (z.B. länderspezifische Festlegung des Netzbetreibers erst im Folgeschritt), bietet Komplexitätsreduktion für Kunden durch den Einsatz einer eSIM-Variante, schafft zeitnahe Reaktion auf Veränderung des Produktlebenszyklus und zeitliche Unabhängigkeit über Profilfestlegung.


Im Jahr 2015 haben wir bereits in den Netzgeschichten über die eSIM berichtet. Sie „steckt“ heutzutage schon in vielen IoT-Geräten und einigen smarten Uhren. Mit den neuesten Geräten von Apple und Google zieht die eSIM nun auch in die Smartphone-Welt ein.

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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