Wissenschaft gehört gehört: Die besten Wissenschafts- und Technik-Podcasts

24. September 2018 /
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Benzinmotor, Kühlschrank, Milchschaumgerät und natürlich unser unendlicher Wissensspeicher, das Internet – unsere moderne Gesellschaft stünde ohne die Wissenschaft und ihre Errungenschaften ziemlich traurig, oder einfach nicht ganz so modern, da. Außerdem sind wir glücklich darüber, dass uns die Gravitation am Boden hält und wir hoffentlich auch wirklich keine Attacke schleimig-grüner Aliens zu befürchten haben. Unser Glück über all diese Möglichkeiten und Errungenschaften ist allerdings häufig mit Unwissenheit gepaart. Was die Schwerkraft genau mit uns macht oder welche Auswirkungen neue Technologien wie die Genschere CRISPR auf uns haben werden, bleiben häufig unbeantwortet. Natürlich könnte man sich die Antworten zu diesen Themen, durch engagiertes Fischen im unendlichen Wissensspeicher, selbst holen – Wissen ist schließlich immer noch eine Holschuld – angenehmer ist es jedoch wenn sie einem in verständlicher Sprache ins Ohr geflüstert wird. Das erkannten auch Wissenschaftler, Forscher und Wissenschaftsjournalisten und begannen Podcasts über ihre eigenen Forschungs- und Interessensgebiete zu erstellen. Welche davon sich am besten dafür eigenen um während einer langen Autobahnfahrt etwas über sich und die Welt um sich herum zu erfahren, haben wir hier aufgelistet:

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Omega Tau. Den Podcast der Elektroingenieurin Nora Ludwig und des Softwareentwicklers Markus Völker gibt es bereits seit 2008. Die mittlerweile auf über 270 Folgen angewachsene Bibliothek präsentiert sich als ein mit sehr viel Hingabe und produzierter Wissensspeicher zu Themen wie Luft- und Raumfahrt, Raketentechnik und Krisenmanagement. Neben vor Ort aufgenommenen Reportagen, wie beispielsweise aus Flugzeugen, auf Baustellen und Forschungseinrichtungen, zählen vor allem Interviews zum Hauptbestandteil der Omega Tau-Inhalte. Obwohl hier Experten der Spitzenklasse zu Wort kommen, sind die Macher des Podcasts sehr darum bemüht, dass die Sprache verständlich bleibt und sich auch weniger technikaffine HörerInnen nicht abgeschreckt fühlen. Hier geht’s zum Podcast.

Talk Nerdy. Wenn man sich selbst als Nerd bezeichnet, sollte man nicht davon ausgehen, dass viele Leute sich auf ein Gespräch mit einem einlassen möchten. Schließlich besteht berechtigte Gefahr, dass bei zu tiefem Eintauchen in ein Themengebiet keine Zeit mehr zum Luft holen bleibt. Die Neurobiologin Cara Santa Maria sieht das ein wenig anders, bezeichnet sich selbst ganz bewusst als Nerd und nennt ihren Podcast „Talk Nerdy“. Sie lädt gerne Gäste ein und spricht mit ihnen über ihre Arbeit, ihre Fachgebiete und andere Interessen – darunter finden sich aber nicht nur renommierte Wissenschaftler, sondern auch viele andere Menschen, die in ihrem Beruf aufgehen. Die Gespräche dauern rund eine Stunde und bleiben – wie es sich für ein nerdiges Gespräch gehört – selten einfach an der Oberfläche. Hier geht’s zum Podcast.

The Skeptic’s Guide to the Universe. Als Co-Host hat Cara Santa Maria auch bei diesem Podcast ihre Finger mit im Spiel. Grundsätzlich geht dieser Podcast Fragen auf den Grund, die irgendwo zwischen Wissenschaft und Mythos herumdümpeln. So wir die Frage nach der aktuellen Befindlichkeit des Seeungeheuers Illies oder die Auseinandersetzung mit Wurmlöchern. Einmal pro Woche setzen sich der Neurowissenschaftler Steven Novella und seine Gäste mit derlei Alltagsmythen auseinander. Die Folgen sind nicht nur beeindruckend professionell produziert, sondern neben ihrem großen Informationsgehalt auch durchaus humorvoll gestaltet. Hier geht’s zum Podcast.

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Methodisch inkorrekt. Der von den beiden Experimentalphysikern Nicolas Wöhrl und Reinhard Remfort betriebene Podcast wendet sich an all jene, die selbst gerne mal Hand anlegen und Lust auf Experimente haben. Die beiden Science-Slammer versuchen Studienergebnisse so aufzudröseln, dass auch Nichtwissenschaftler etwas für sich rausholen können. Dabei präsentieren sie oft auch kreative Experimente, die dazu einladen sollen auch daheim mal wieder ein wenig in den Experimentierkasten zu greifen. Welche davon daheim ausprobiert werden sollten und welche nicht, muss allerdings nach eigenem Ermessen entschieden werden. Hier geht’s zum Podcast.

StarTalk Radio. Host Neil deGrasse Tyson avancierte in den vergangenen Jahren vom Astrophysiker zum Internetstar. Das ist nicht weiter verwunderlich, kombiniert sein Podcast schließlich auch Wissenschaft mit einer großen Portion Comedy. Was sich nach plumpen Infotainment anhört, ist jedoch viel mehr als das. Denn obwohl es nicht wirklich neu ist, dass sich Wissenschaft im Alltag niederschlägt, bringt niemand die Verbindung von technologischer Fachsimpelei und Popkultur besser auf den Punkt als Neil deGrasse Tyson. Unterstützung bekommt er dabei von prominenten Gästen, wie Morgan Freeman. Wer sich hier mühsame Blödelei über Kornkreise vorstellt, ist definitiv auf dem Holzweg. StarTalk Radio schafft es nämlich fundiertes Wissen in einen Kontext zu bringen, in dem sich auch Nichtwissenschaftler wohl fühlen. Hier geht’s zum Podcast.

Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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