Art Collection Deutsche Telekom erstmalig auf der viennacontemporary

11. September 2018 /
Maria Kulikovska, Homo Bulla, 2015, soap, iron, gesso, each 200 x 80 x 80 cm Installation view Krolikarnia, ©Art Collection Deutsche Telekom PHOTOCREDITS ART COLLECTION DEUTSCHE TELEKOM VIENNA CONTEMPORARY 2018 Maria Kulikovska, Homo Bulla, 2015, soap, iron, gesso, each 200 x 80 x 80 cm Installation view Krolikarnia, ©Art Collection Deutsche Telekom PHOTOCREDITS ART COLLECTION DEUTSCHE TELEKOM VIENNA CONTEMPORARY 2018
Aneta Grzeszykowska, Negative Book, 2012-2013, 42 photos out of 84, pigment ink on cotton paper, 50x38cm, ed 2-7,#20, ©Art Collection DeutscheTelekom PHOTOCREDITS ART COLLECTION DEUTSCHE TELEKOM VIENNA CONTEMPORARY 2018

Aneta Grzeszykowska, Negative Book, 2012-2013, 42 photos out of 84, pigment ink on cotton paper, 50x38cm, ed 2-7,#20, ©Art Collection DeutscheTelekom PHOTOCREDITS ART COLLECTION DEUTSCHE TELEKOM VIENNA CONTEMPORARY 2018

Die Art Collection Deutsche Telekom ist erstmalig als Aussteller auf der viennacontemporary vom 27. bis 30. September 2018 in Wien (Stand E02/F01) vertreten. Die Sammlung der Deutschen Telekom, Mutter von T-Mobile, präsentiert Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen, die unterschiedliche Perspektiven der Frau in der Gesellschaft thematisieren. Neben Portraits der polnischen Künstlerin Aneta Grzeszykowska werden Werke der Künstlerinnen Šejla Kamerić (Bosnien Herzegowina), Sanja Iveković (Kroatien) und Maria Kulikovska (Ukraine) zu sehen sein. Die Art Collection Deutsche Telekom wurde 2010 ins Leben gerufen und sammelt schwerpunktmäßig zeitgenössische Kunst aus Ost- und Südosteuropa.

Um Fragen der Darstellung und die Möglichkeiten der Fotografie geht es in den Portraits der polnischen Künstlerin Aneta Grzeszykowska. Die Fotos aus der Serie „Negative Book“, sind 2012/13 im Rahmen eines Arbeitsstipendiums in Los Angeles entstanden. In einer Art Dauerperformance bemalte die Künstlerin ihren Körper mit schwarzer Farbe und ging so ihrem Alltag nach. Die Schwarz-Weiß-Fotos wurden direkt als Negative gedruckt., was zu einer Umkehrung der Farben führt: alles Helle wird Dunkel und vice versa.

Die Fotografie „Embarazada“, 2015, eine lebensgroße hochschwangere nackte Frau, ist ein Selbstportrait der Künstlerin Sejla Kamerić, die 1976 in Bosnien Herzegowina geboren wurde. Man sieht sie, wie Pierrot, weiß geschminkt, vor einem dunklen Hintergrund stehen, der an ein klassisches Interieur erinnert. Es ist ein intimer Anblick, der den regulären Darstellungen von weiblichen Aktportraits zuwiderläuft. Für die Künstlerin ein Zeichen der Emanzipation und Selbstbefreiung.

Das Werk der kroatischen Künstlerin Sanja Iveković, die 1949 in Kroatien geboren wurde, ist seit den 1970er Jahren geprägt von ihrem Engagement für die Rechte, den Schutz und die Selbstbestimmung von Frauen. Die Poster der Serie „Women’s House (Sunglasses)“, entstanden 2002-2004 in enger Zusammenarbeit mit Frauenhäusern. Auf den glamourösen Werbemotiven für exklusive Sonnenbrillen sind die Erfahrungen der Frauen gedruckt, die zu ihrer Zuflucht ins Frauenhaus führten.

Maria Kulikovska, Homo Bulla, 2015, soap, iron, gesso, each 200 x 80 x 80 cm Installation view Krolikarnia, ©Art Collection Deutsche Telekom PHOTOCREDITS ART COLLECTION DEUTSCHE TELEKOM VIENNA CONTEMPORARY 2018

Maria Kulikovska, Homo Bulla, 2015, soap, iron, gesso, each 200 x 80 x 80 cm Installation view Krolikarnia, ©Art Collection Deutsche Telekom. PHOTOCREDITS ART COLLECTION DEUTSCHE TELEKOM VIENNA CONTEMPORARY 2018

Maria Kulikovska wurde 1988 in der Ukraine geboren. Die drei Figuren „Homo Bulla (white, red, green)“, 2015, sind nach ihrem eigenen Körper und aus Seife geformt. Bereits 2012 realisierte die Künstlerin eine erste Fassung der Skulpturen für die Izolyatsia Foundation im Donetsk. Die Besetzung der Foundation durch die Miliz der selbsternannten Donetsk People’s Republic führte zur mutwilligen Zerstörung. Eine Live Performance von Maria Kulikovska findet zur Vernissage und am 27.09. am Stand der Deutschen Telekom statt.

Die Art Collection Deutsche Telekom umfasst momentan rund 200 Werke von 70 Künstlerinnen und Künstlern. Ziel ist es, vor allem junge Kunstschaffende zu unterstützen und über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Seit der ersten öffentlichen Präsentation 2014, im me Collectors Room Berlin, wurde die Sammlung in Ausstellungen 2016 im MNAC Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst in Bukarest, 2017 in der Królikarnia, dem Nationalen Skulpturenmuseum in Warschau und 2018 im MSU, Museum für Zeitgenössische Kunst in Zagreb gezeigt. Die Sammlung ist auf der Webseite www.art-collection-deutsche-telekom.com einsehbar.

 

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Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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