AI in Serie: Die besten Serien zum Thema künstliche Intelligenz

13. August 2018 /
©John P. Johnson/HBO

In nicht allzu ferner Zukunft werden viele Dinge, die uns jetzt noch Lichtjahre weit entfernt vorkommen, schon längst in Serie gegangen sein. Egal ob es sich dabei um Roboter handelt, die uns Arbeit abnehmen oder um Autos, die sich selbst zur Reparatur bringen – die meisten dieser Neuerungen haben mit künstlicher Intelligenz zu tun. Jenes Wissen, das wir heute über KI haben, beziehen wir zu einem großen Anteil aus der Film- und Serienwelt, die in KI ein äußerst fruchtbares Themenfeld gefunden hat. Filmstar Robert Downey Jr und seine Frau Susan Downey, möchten genau in diesem Bereich, mit einer Dokumentarserie für die neue Streaming-Seite YouTube Red, einen Kontrastpunkt setzen. Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Philosophie, Technologie und Medizin beleuchten den Themenbereich aus ihrer Sicht. Die einzelnen Episoden werden jeweils eine Stunde lang sein und 2019 ausgestrahlt. Es spricht jedoch auch weiterhin nichts dagegen, die eigene Fantasie durch fiktionale Serien, wie Westworld oder Black Mirror, ordentlich auf Trab zu halten. Die Realität holt uns, wie anfangs angedeutet, ja ohnehin irgendwann ein. Wer sich hier bislang noch gar nicht umgesehen hat, könnte sich mit den folgenden Serien einmal in diese Welt vorwagen.

Westworld ©John P. Johnson/HBO

Westworld. Ein futuristischer Vergnügungspark im Stil des Wilden Westen – das klingt nach einer großen Portion „Spaß für die ganze Familie“ – vor allem deshalb, weil hier nichts aus Plastik und alles echt ist. Die menschenähnlichen Roboter kümmern sich darum, dass die Gäste des Parks nicht nur Erfahrungen sondern echte Lebenserfahrungen machen. Die Situation gerät allerdings außer Kontrolle und die künstliche Intelligenz, die im Park für Unterhaltung sorgen soll, beginnen ihre eigenen Regeln aufzustellen. Schnell stellt sich heraus, dass die Situation eine ausweglose ist und tatsächlich alle Notausgänge verschlossen sind. Bei Sky Ticket, Amazon Video und Maxdome.

Black Mirror. In Charlie Brookers und Rupert Everetts Anthologieserie geht es noch etwas düsterer zu. Als Sammlung dystopischer Visionen unserer möglicherweise schon sehr nahen Zukunft, erzählt jede einzelne Folge eine in sich geschlossene Geschichte. Die Hoffnung, dass die hier entworfenen Zukunftsvisionen irgendwann einmal so milde belächelt werden wie jene unserer Großeltern, in denen meist fliegende Autos die Hauptprotagonisten waren, schwingt beim Schauen der Serie immer ein wenig mit. Anders als bei vielen anderen Sci-Fi-Serien ist hier nichts unrealistisch, denn der in der Serie ausgestellte Technologie-Horror könnte durchaus bald Teil unserer Lebensrealität sein. 4 Staffeln auf Netflix.

Humans. Die US-amerikanische Serie entführt die Zuseher in eine alternative Realität. Diese Welt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier Menschen mit Androiden, sogenannten Synths zusammenleben. Das klingt an sich noch nicht problematisch – wird es aber, sobald es um den Punkt der Gleichberechtigung geht. Zwischen Menschen und Synths gibt es die nämlich nicht, da die Androiden als Serviceroboter gedacht sind und vor allem dazu eingesetzt werden den Menschen Arbeiten abzunehmen. In einzelnen Familien weicht sich dieses Kastensystem nicht nur zusehends auf, sondern es droht im Hintergrund auch eine Revolution auszubrechen im Zuge derer sich die Artifizielle Intelligenz gegen ihre Schöpfer zu wenden droht. Nur auf Amazon Video.

Almost Human. Die Serie von J.J. Abrams ist eine Polizeiserie – allerdings keine, die sich an normale Handlungskonzepte, wie das von Sherlock Holmes hält. In Almost Human werden den Polizisten nämlich Androiden zur Seite gestellt. Dabei steht der Polizist John Kennex und sein technologisch ausgereifter Partner Dorian im Zentrum. Letzterer ist jedoch deutlich menschlicher und emotionaler als der ihm zugeteilte Polizist. Die Serie präsentierte sich also als Mischung aus Science Fiction mit dem beliebten Format der Polizeiserie. Trotzdem wurde Almost Human nur eine Staffel alt. Die Serien wurde für Fox produziert.

Electric Dreams ©Channel4

Philip K. Dick’s Electric Dreams. Die Serie basiert auf den Kurzgeschichten des britischen Autors Philip K. Dick und präsentiert, ganz im Stil der Geschichte eines wohlgekannten jungen Zauberlehrlings den Bahnsteig als Tor zu einem alternativen Universum. Obwohl es, zumindest personell, einen roten Faden gibt, präsentiert sich die Serie, ähnlich wie Vorbild Black Mirror, als eher lose Aneinanderreihung von abgeschlossenen Folgen. Fans der Geschichten Philip K. Dicks werden mit Electric Dreams ihre Freude haben, im direkten Vergleich mit Black Mirror fehlt es der Serie allerdings ein wenig an Intensität und der oft so quälenden Nähe zu unserer Lebensrealität. Dafür ist die Serie, mit Schauspielern wie Steve Buscemi, Geraldine Chaplin und Robert Madden doch eher hochkarätig besetzt. Nur auf Amazon Video.

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Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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