WM-Zeit: Wie sich unser Surf- und Telefonieverhalten in „Stresszeiten“ ändert

04. Juli 2018 /

Die fußballbegeisterte Welt hat ihren Blick nach Russland gewandt, dank internetbasierenden Diensten wie ORF TVthek und anderen Streamingdiensten sogar völlig orts- und zeitunabhängig. Zeitlich versetzt natürlich nur in Ausnahmefällen, man(n) will ja immer up-to-date-sein. Wir haben uns einen „WM-Tag„, konkret den 27. Juni 2018, angeschaut und interessante Facts zusammengetragen. An diesem Tag fand unter anderem das Spiel Deutschland gegen Südkorea statt.

Datenverbrauch in der WM-Zeit
Seit Beginn der WM sieht man einen Anstieg des verbrauchten Datenvolumens aufgrund der Nutzung von Streaming-Diensten. Generell ist YouTube unangefochtene Nummer 1 bei Streaming-Diensten. Während der WM ist jedoch ein starker Anstieg bei TV-Streaming (wir gehen von ORF TVthek aus) zu bemerken. Am Beispiel 27. Juni ist um 15:30 Uhr der erste leichte Anstieg bei der Nutzung zu sehen, um 16:45 erreicht TV-Streaming seinen ersten Höhepunkt des Tages. Danach ein kurzer Abfall (vielleicht für die notwendig WC-Pause), ab 17 Uhr wieder steiler Anstieg, der um 18 Uhr Tageshöhepunkt erreicht. Ab 19 Uhr fällt TV-Streaming steil ab, um ab 20 Uhr wieder leicht anzusteigen (jedoch wesentlich geringerer Anstieg als am Nachmittag), kurzer Einbruch um 21 Uhr (nächste WC-Pause?), wieder Anstieg und ab 22 Uhr abrupter Abstieg. Während Netflix um 18 Uhr keine Chance hat (mindestens doppelte so viele Zuseher bei TV-Diensten), sieht das Bild am Abend genau umgekehrt aus.

Unsere Conclusio: Nachmittags wird die mobile Variante via Streaming offensichtlich stärker genutzt als am Abend – vielleicht schneller Blick aufs Handy oder Tablet noch im Büro, am Weg nach Hause in den Öffis oder unterwegs im Grünen an freien Tagen. Abends werden die Spiele überwiegend via TV über Sat/Kabel/Terrestrisch angesehen. Daher zeigt das Abendspiel geringeren Verkehrszuwachs als das Nachmittagsspiel.

Social Media, SMSen und telefonieren während der Spiele
In der heiklen Phase des Spieles (Nachspielzeit, ca. 17:45-18:00) holen die meisten Zuseher tief Luft und es ist ein Verkehrseinbruch bei Twitter & Co deutlich zu sehen. Nach der Entscheidung geht das Twittern und Posten los. Kurz nach 21 Uhr sieht man den Tageshöchstwert bei diesen Diensten.

Am WM-Tag, 27. Juni, steigt kurz vor 18 Uhr der SMS-Verkehr massiv an, der Tageshöchstpunkt wird kurz nach 18 Uhr erreicht, danach wieder kleiner Einbruch, um kurz nach 19 Uhr wieder steil anzusteigen. Auch bei Sprachtelefonie sind deutliche punktuelle Zuwächse sichtbar. Kurz vor 18 Uhr greift kaum jemand zum Handy – sehr starker Abstieg im Vergleich zu den Stunden davor – bevor  kurz nach 18 Uhr ca. 30 Minuten heftig am Telefon diskutiert wird. Danach massiver Abstieg der Telefonie bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages.

Ob das oben beschriebene Surf-, SMS- und Telefonieverhalten für einen WM-Tag typisch ist? Vielleicht. Ob das Spiel Deutschland gegen Südkorea ein spezielles Verhalten zeigt? Vielleicht. Aber eins ist sicher: Egal ob am Handy, Tablet oder zuhause oder bei Freunden am Fernseher: Die WM bleibt spannend.

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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