10 Dinge, die wir in 10 Jahren nicht mehr brauchen werden

22. Juni 2018 /
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Das iPhone blinkt auf und kündigt das in einer halben Stunde stattfindende Meeting an, leider wird es in 15 Minuten zu tröpfeln beginnen. Immerhin wirkt der Verkehr auf der vorgeschlagenen Route flüssig, nur gegen Ende ist mit leichter Staubildung zu rechnen. Exakt 24 Minuten wird es bis zum Ziel dauern. Da geht sich kein Frühstück mehr aus, obwohl nach genauer Berechnung des Fitnesstrackers, jetzt der optimale Zeitpunkt dafür wäre. Was vor einigen Jahren noch digitale Zukunftsmusik war, formt und bestimmt mittlerweile nicht nur unseren Alltag, sondern sorgt auch dafür, dass wir immer weniger Entscheidungen selbst treffen müssen. Wartet man heute noch auf die Meldung des Autos, dass der nächste Servicetermin in Kürze ansteht, so werden Autobesitzer und Autobesitzerin in der Zukunft einfach aus diesem Kommunikationsprozess ausgeschlossen werden: Das Auto wird, in Absprache mit unserem Timetable, einen Termin mit der zuständigen Werkstatt vereinbaren – bloß hinfahren müssen wir noch selbst. Noch. Denn auch das wird in Zukunft das Auto selbst übernehmen. Bleibt mehr Zeit für das exakt getimte Frühstück.

Schlüsselmomente der Digitalisierung

Derartige Entwicklungen, die sich aus zunehmender Digitalisierung, Automatisierung und dem Internet der Dinge ergeben, machen jedoch auch einige Gegenstände obsolet. Denn auch wenn wir momentan vielleicht noch selbst Gas geben, bremsen, kuppeln und blinken, so wird es bestimmt nicht mehr lange dauern bis der Autoschlüssel der Vergangenheit angehört.

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Nachdem Volvo bereits 2016 Vorstöße in diese Richtung angekündigt hatte, bietet nun auch Mercedes eine Alternative zum klassischen Autoschlüssel – eine App am Smartphone. Die App „connect me“ übernimmt jedoch nicht nur die Funktionen des Schlüssels, sondern gibt auch Aufschluss darüber, ob Türen, Fenster oder der Kofferraum verschlossen sind. Das klingt prinzipiell nach einer logischen Entwicklung, fordert jedoch auch eine Neukonzeption derzeitiger Sicherheitsstandards. Veränderungen dieser Art werden zukünftig jedoch nicht nur das Gebiet der Mobilität entscheidend mitprägen, sondern auch andere Lebensbereiche beeinflussen. So werden folgende Dinge in zehn Jahren wohl nicht mehr gebraucht:

Schlüssel. Während es so scheint, als würde künftig das Smartphone die Aufgaben des Autoschlüssels übernehmen, nimmt die Entwicklung beim normalen Haustür- oder Wohnungsschlüssel einen etwas anderen Lauf. Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Handerkennung sowie die Iris- (Netzhaut) und Retina-Erkennung gehören zu den bekannten Systemen, die bei biometrischer Zugangskontrolle eingesetzt werden. In großen Unternehmen bereits gang und gäbe,  kommen solche System auch im privaten Bereich immer besser an.

Fernbedienungen. Die Zeit als  noch fünf verschiedene Fernbedienungen übereinander gestapelt am Wohnzimmertisch lagen und man sich konsequent immer für die falsche entschied, ist zwar schon längst vorbei, doch auch die Universalfernbedienung ist gerade dabei auszusterben. Da die meisten Geräte mittlerweile mit dem Internet verbunden sind, lösen Smart-Home-Technologien die herkömmliche Fernbedienung ab und ermöglichen es den NutzerInnen via Sprachsteuerung oder App Einfluss auf die Geräte zu nehmen.

Bargeld, Kreditkarten und Geldautomaten. Auch die Zukunft der Bezahlung wird sich grundlegend verändern und mobile Endgeräte jene Aufgaben übernehmen, die zuvor noch die Bankomatkarte erledigte.

Briefe. Vor allem mit der Hand geschriebene Briefe mögen zwar für den ein oder anderen passionierten Briefeschreiber einen großen Nostalgiewert haben, trotzdem wird ihre Zeit vermutlich irgendwann vorbei sein. Möglicherweise gilt das zwar nicht für den Liebesbrief, doch betrifft es aller Wahrscheinlichkeit nach Kauf- oder Mietverträge, Rechnungen und Versicherungspolizzen. Dafür werden aber erst einheitliche Signatur- und Sicherheitsstandards nötig sein.

CDs, DVDs und Blu-Rays. Gegen Streamingdienste wie Netflix, Amazon, Spotify und Co kommen die guten, alten silbernen Scheiben einfach nicht mehr an.

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Externe Festplatten und USB-Sticks. Wer sehr viel Zeit auf Messen und Konferenzen verbringt, kann bestimmt eine ganz schön umfangreiche USB-Kollektion sein Eigen nennen. Mit den Möglichkeiten von Cloud Computing werden diese in der Zukunft aber leider nicht mehr mithalten können.

Passwörter. Zwar nichts zum Angreifen, aber trotzdem wohl bald ein Relikt aus der Vergangenheit – Passwörter wird man sich in naher Zukunft kaum noch merken müssen. Fingerabdruck-, Stimm-, Iris- oder Gesichtserkennung sichern künftig unsere Geräte und Accounts.

Drehregler an Heizkörpern.  Längst schon gibt es in manchen Haushalten smarte Wand- und Heizkörperthermostate, die entweder bequem von unterwegs bedient werden können oder ihr Heizverhalten überhaupt selber regeln. Gesteuert werden sie über Smartphone oder Tablet. Drehen und drücken muss im Haushalt also bald niemand mehr.

Ladekabel. Kabellose Kopfhörer gibt es bereits – warum den Kabelsalat dann nicht noch weiter schrumpfen lassen und auch auf die oft lästigen Ladekabel verzichten? Das iPhone X hat es vorgemacht und viele andere Hersteller werden folgen. Das Smartphone lädt sich von selbst auf während es sich in der Hosentasche befindet? Experimente in diese Richtung laufen bereits.

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Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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