Smart Living – Wohnung und Haus von überall aus steuern

15. Juni 2018 /
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Nach dem Urlaub eine ausgekühlte Wohnung vorzufinden oder sich sogar beim entspannenden Nickerchen auf der Strandliege noch Sorgen über die Sicherheit des eigenen Hauses machen zu müssen, gehören, dank innovativer Smart Home-Lösungen, langsam aber sicher der Vergangenheit an.

Was ist Smart Living überhaupt?
Das vernetzte, intelligente Heim der Zukunft lässt sich ganz bequem vom Arbeitsplatz oder auch direkt von der Strandliege aus steuern. Dafür müssen Haushalts- und Multimedia-Geräte miteinander interagieren und zentral ferngesteuert sein, sodass sie per Smartphone oder Tablet Befehle empfangen können. Entwicklungen im Bereich der Smart Home-Technologien machen es einerseits möglich Alltagsvorgänge zu automatisieren, andererseits lassen sich Geräte-Einstellungen, beispielsweise jene von Licht, Heizung und Lautsprechern schnell und unkompliziert an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

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Egal, ob von der Wohnzimmercouch aus oder direkt aus dem Sommerurlaub, ein solches System nimmt seinen NutzerInnen nicht nur viele Steuer- und Überwachungstätigkeiten ab und sorgt damit für mehr Komfort im Alltag, sondern kann auch dabei helfen Strom zu sparen. Ein klug vernetztes Zuhause schont also auch die Geldbörse.

Von der Heizung bis zur Einkaufsliste – Hier kommt Smart Living zum Einsatz

Gerade in den Übergangszeiten stellt sich oft ein anstrengendes Taktierspiel zwischen Wohlfühltemperatur und Energieersparnis ein. Hier können smarte Wand- und Heizkörperthermostate Abhilfe schaffen, die entweder bequem von unterwegs bedient werden können oder ihr Heizverhalten überhaupt selbst regeln. So überzeugen manche intelligenten Thermostate beispielsweise damit, sich automatisch auszuschalten, wenn sich gerade niemand im Haus oder in der Wohnung aufhält, fangen aber an energiesparend aufzuheizen, sobald sich ein Bewohner oder eine Bewohnerin nähert. Andere Produkte dieses Segments analysieren zunächst das Heizverhalten anhand bestimmter Gewohnheiten der BewohnerInnen und stellen sich nach einer gewissen Zeit – einer Selbstlernphase – darauf ein.

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Spontane Änderungen sind aber jeder Zeit per App möglich – die persönliche Wohlfühltemperatur ist hin und wieder schließlich auch dem eigenen Gemütszustand unterworfen. Geht es um Smart Living, spielt auch der Themenbereich Überwachung und Sicherheit eine große Rolle. Sofort darüber informiert zu werden ob sich der Keller gerade mit Wasser füllt oder sich gerade jemand verdächtig lange bei der Haustüre aufhält, kann vor allem im Urlaub dafür sorgen, dass absolut gar nichts die totale Entspannung trüben kann. Die meisten Systeme vereinen Bewegungsmelder, Kamera und Luftfeuchtigkeitsmesser und lassen damit die Wahrscheinlichkeit kleinerer und größerer Katastrophen stark schrumpfen. Wer nicht nur auf die Erhöhung des Sicherheitstandards im eigenen Haus setzen will, sondern auch den Komfort im Alltag in bis vor einigen Jahren noch unvorstellbare Dimensionen treiben möchte, wird sich im Bereich der smarten Haushaltsgeräte gerne austoben. Zwar füllen sich smarte Waschmaschinen noch nicht von selbst, erledigen aber den Rest der Arbeit fast komplett alleine. Staubsauger-Roboter und Rasenmäher-Roboter führen überhaupt sehr eigenständige Leben und brauchen kaum Aufmerksamkeit. Wer vor allem in Phasen akuten Zeitmangels den aktuellen Kühlschrankinhalt nicht immer im Kopf hat, wird einen smarten Kühlschrank im Haushalt besonders zu schätzen wissen. Verfügen diese nämlich über eine Kamera, lässt sich die Einkaufsliste ganz einfach von unterwegs erstellen. Wer gerade am Heimweg aus dem Urlaub ist und nur vage vermuten kann, dass sich noch eine Tiefkühlpizza im Tiefkühlfach befindet, wird sich über die Fähigkeiten des smarten Mitbewohners bestimmt sehr freuen.

Alles auf einen Klick – die besten Smart Home-Apps

Der Markt für Smart Home-Lösungen wächst nach wie vor stark an, wodurch es immer schwieriger wird einen Überblick zu behalten. Kostenlose und kostenpflichtige Apps versuchen alle Komponenten der Smart Home-Systeme zu bündeln und einfach zugänglich zu machen. Allerdings sollte beachtet werden, dass nicht jede App mit jeder Smart Home-Anwendung kompatibel ist. Zu den besten Apps gehören die folgenden:

Gideon Smart Home. Die Android-App ist kostenlos und soll dabei helfen intelligente Haushaltsgeräte jederzeit am Smartphone zu überwachen und zu bedienen. Die App funktioniert zwar herstellerübergreifend, ist jedoch nicht mit allen Herstellern am Markt kompatibel. Die Liste der kompatiblen Marken kann sich aber sehen lassen. (Android)

HomePilot. Die ebenfalls kostenlose App ist sowohl für Android als auch für iOS-Geräte verfügbar. Sie vernetzt in etwa 100 Geräte und basiert auf der gleichnamigen mobilen Haussteuerungslösung. Die App überzeugt mit einer intuitiven Bedienung, bei der auch mehrere Dinge auf einmal einfach auf Knopfdruck funktionieren. Im Winter spricht die Möglichkeit Räume von außen vorzuheizen eindeutig für diese App. (Android, iOS)

andFHEM. Auch diese App ist kostenfrei und für Android und iOS zu haben, technisch jedoch ganz anders ausgelegt als HomePilot, da die Steuerung der vernetzten Smart Home-Komponenten herstellerunabhängig über die Bühne geht. Klassische Steuerungsfunktionen für Lampen und Heizungen werden mit ansprechenden Grafiken ergänzt, die unter anderem dabei helfen sollen Energie zu sparen. (Android, iOS)

innogySmartHome. Als offene Plattform hilft die App dabei Geräte verschiedener Hersteller zu überwachen und bei Bedarf auch zu steuern. Nicht alle intelligenten Haushaltsgeräte sind mit der App kompatibel, dafür kann von Steckdosen, über Heizkörper und Türschlösser, bis hin zu Überwachungskameras eine ganze Palette an Geräten zusammengeführt werden. (Android)

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Verfasst von
Sarah Wetzlmayr ist Redakteurin und meistens irgendwo an der Schnittstelle zwischen Netzkultur und Hochkultur zu finden. Virtual Reality, Smart-Devices und Apps prägen deshalb nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Freizeit.

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1 Kommentar

  • Stephan says:

    Ist schon sehr faszinierend, was heutzutage alles möglich ist. Auch die Zeitersparnis ist hier nennenswert. Es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir Roboter besitzen, die für uns arbeiten gehen.