Kunst meets Digitalisierung

05. Februar 2018 /

Smartphones und Tablets haben eine völlig neue Generation an Künstlern hervorgebracht – egal ob Beatproduzent am iPad oder digitaler Tattooartist, Smartists präsentiert von T-Mobile zeigt, was mit Kreativität und einem Touchscreen alles möglich ist.


Wolfgang Möstl ist Musiker durch und durch. Er produziert für Musikgrößen wie Nino aus Wien oder Voodoo Jürgens. Außerdem sorgt er seit 2011 mit seiner Band Mile Me Deaf für Furore in der österreichischen Pop-Szene.
Wolfgang findet seine Sounds auf etwas unkonventionelle Art und Weise. Er überträgt analoge Klänge von alten Kassetten oder seinen „Fieldrecordings“ mit Hilfe seines Tablets in die digitale Welt und schafft so Sounds, die einzigartig sind. Ein echter Smartist eben. Uns gewährt er einen kleinen Einblick in seine Arbeit.

Wolfgang, wie bist du zur Musik gekommen?
„Ich bin eher durch Zufall zur Musik gekommen. Seit ich mich erinnern kann, haben wir diese VHS Kamera. Ich glaube mein Vater hat die 1987 gekauft. Ich hatte dann den Plan, mit meinem Nachbarn einen Episodenfilm über meine Heimatstadt Weiz zu drehen. In dem Film sollte dann auch eine Band vorkommen, die wurde mit der Zeit viel wichtiger. Und auf einmal hatte ich eine Band (lacht). Und von da an hat sich dann alles entwickelt.“

Wo siehst du den Unterschied in der Arbeitsweise zwischen Film und Musik?
„Naja, eigentlich geht es um den technischen Aspekt. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich mit dem Equipment, das ich zum Filmen zur Verfügung hatte, nichts Gescheites produzieren konnte. Beim Musik machen war es halt einfach eine E-Gitarre und ein Verstärker und das war’s. Ich hab mich gleich irgendwie mit diesem unmittelbaren Zugang viel wohler gefühlt. Es ist einfach sehr viel spontaner. Außerdem kann ich mich über Töne leichter ausdrücken. Ich bin vielleicht eher ein akustischer Mensch als ein visueller.“

Für Smartists waren wir mit dir ein bisschen auf Klangsuche. Was hast du da genau gemacht?
„Wir haben Leerstände besucht und ich habe mit dem Raum gearbeitet. Also ich habe versucht, mit dem Hall und den Gegenständen vor Ort Klänge zu erzeugen. Das klingt jetzt vielleicht sehr nach Science Fiction, aber gerade in
Zeiten, in denen es Programme gibt, die durch künstliche Intelligenz Songs für einen schreiben können, finde ich so etwas beim Musik machen sehr wichtig. Einfach aus „random Trash“, den man irgendwo findet, Lärm zu machen und das einzuweben in eine synthetische Produktion.“

Was hat dich so fasziniert an den Klängen, die du gefunden hast?
„Also mich hat extrem fasziniert, dass man mit so einfachen Mitteln wie einer Bluetooth-Box und einem Mikrofon am Tablet echt einen richtigen coolen Raumklang erzeugen kann. Also das hat mich schon sehr geflasht. Man hat halt heutzutage irgendwie alle Möglichkeiten, die man sich nur vorstellen kann. Man kann sich softwaretechnisch alles besorgen und alle Sounds irgendwie nachbauen. Wenn man dann aber rausgeht, in die wirkliche Welt, mit Drumsticks irgendwo herum hämmert und einfach mit dem arbeitet, was gerade zur Verfügung steht, finde ich das schon sehr spannend.“

Was ist für dich das besondere daran, mit dem Tablet zu arbeiten?
„Ich arbeite mit einem Tablet, weil ich schon immer fasziniert war von der Möglichkeit, komplett mobil irgendwo etwas aufzunehmen und wirklich an einem Song oder einem Sound zu arbeiten. Ich habe früher oft mit Minidisk aufgenommen und das hat mir ziemlich gefallen. Das war damals eine ziemliche Offenbarung (lacht). Das Tablet ist mit seinem Touchscreen und seiner Mobilität einfach am unkompliziertesten, ja unmittelbarsten. Wenn ich im Bus sitze oder im Zug und mir ist langweilig, kann ich einen Song halt einfach komplett am Tablet fertig basteln. Und wenn nicht, mache ich es halt zuhause am Computer. Die Möglichkeit gibt es halt heutzutage, dass ich meine Songs komplett mobil unabhängig von einer Steckdose bearbeiten kann.“

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?
„Ich habe immer so ein bisschen einen „psychedelic“ Zugang gehabt. Psychedelic Rock, Noise Rock. Dieses „trippige“ hat mich immer fasziniert und ist immer noch ein relativ wichtiges Element in meiner Musik. Ich würde mich aber nie auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen. Ich habe gerade viel Spaß daran, ein bisschen mehr mir HipHop-Beats und Synths zu arbeiten. Also zurzeit ist es das, aber wer weiß? Nächstes Jahr ist es vielleicht ganz was anderes.“

Was bedeutet die heutige Zeit deiner Meinung nach für den Beruf des Musikers an sich?
„Ich habe in der Zeit angefangen Musik zu machen, als man schon Mp3’s laden konnte. Also ich bin schon mit der Digitalisierung aufgewachsen. Ich kenne es eigentlich auch nicht anders, außer von Erzählungen anderer. Heutzutage kann man sich halt einfach leicht vermarkten und hat einen direkten Zugang zu den Leuten, die die Musik interessiert. Und man kann leicht eine Fanbase aufbauen, gleichzeitig macht es das Ganze auch sehr schwierig, weil es halt jeder machen kann. Einerseits super, andererseits schwierig. Musik machen geht heutzutage nicht mehr nur mit „man geht in den Proberaum, setzt sich hin, schreibt ein paar Songs und das war’s dann“. Da gehört halt einfach sehr viel mehr dazu heutzutage.“

Kommen wir zur letzten Frage. Was bedeutet Musik für dich und was sind deine Zukunftspläne?
„Musik ist für mich mein Zugang zur Wahrheit des Universums (lacht). Für die Zukunft habe ich irgendwie keinen Plan. Ich habe damals mit zwölf schon den Plan gefasst, dass ich einfach für immer das mache, was ich mache. Und ich weiche auch lustigerweise nicht ab von diesem Plan (lacht).“

Verfasst von
Als Social Media Manager ist Chris Habel für sämtliche Kanäle (Facebook,Twitter & Co.) der T-Mobile Austria verantwortlich. Der gebürtige Berliner lebt seit fast zehn Jahren in Wien und ist der kreative Kopf in der Unternehmenskommunikation.

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