Handy über Bord! Was tun bei Wasserschaden?

30. Januar 2016 /

Der treueste Begleiter des Menschen, der Hund, wurde mittlerweile durch das Handy ersetzt. Klarerweise darf es daher auch beispielsweise am Strand oder in der Badewanne nicht fehlen. In diesen Situationen kann es passieren, dass das Handy Bekanntschaft mit der Unterwasserwelt macht. Laut Studie des Versicherungsunternehmens SquareTrade ist ein Wasserschaden der dritthäufigste Unglücksfall bei Smartphones. Bevor man sich allerdings geschlagen gibt und ein neues Exemplar holt, zahlt es sich aus, ein paar Tricks anzuwenden, um den untreu gewordenen Begleiter ins Leben zurück zu holen.

Reis – der Alleskönner
Nachdem das Missgeschick passiert ist, muss schnell gehandelt werden. Ist das Handy eingeschaltet, sollten Sie es so schnell wie möglich ruhig stellen. Entfernen Sie die Abdeckung an der Rückseite – sofern leicht möglich – und entnehmen Sie Akku, SIM-Karte und eventuell die Speicherkarte. Tupfen (!) Sie das Handy trocken, so gut es geht. Legen Sie es anschließend in einen luftdichten Beutel voll Reis und verschließen Sie diesen. Der Reis nimmt die Feuchtigkeit auf. Lassen Sie ihm dazu ein paar Tage Zeit – möglicherweise rettet dieser Trick ihr Handy.

Endlich finden sie Verwendung: Silica Gel-Päckchen
Die kleinen Säckchen voll mit Silica Gel kennen Sie bestimmt, es handelt sich dabei um die kleinen Päckchen, die beispielsweise in beinahe jeder Handtasche zu finden sind und die in den meisten Fällen sofort in den Müll wandern. Dies sollten Sie beim nächsten Mal nicht tun, denn der Sinn und Zweck dieser kleinen Packungen ist, der Feuchtigkeit entgegenzuwirken. Im Grunde funktionieren sie wie der Reis-Trick. Legen Sie das Handy in eine Hand voll Silica Gel-Päckchen und warten Sie wiederum ein paar Tage, bis diese das Wasser absorbiert haben. Sie können auch in Kombination mit dem Reis benutzt werden.

Der Fachmann kann meist helfen
Um ganz sicher zu gehen, besteht natürlich immer die Möglichkeit das Mobiltelefon zu einem Profi zu bringen, da dieser vermutlich bereits mit dutzenden ähnlichen Fällen Erfahrung sammeln konnte und genau weiß, was zu tun ist. Doch auch wie bei den anderen Möglichkeiten gilt: Je schneller gehandelt wird, desto besser. Die Reparatur ist natürlich teurer als beispielsweise eine Packung Reis, jedoch ist es sicherer, das Gerät im Fall eines Wasserschadens jemandem anzuvertrauen, der über Expertenwissen verfügt. Und wenn auch das Handy für immer verloren ist, so ist es oft möglich, die wertvollen Daten, die sich auf der SIM-Karte oder im internen Speicher befinden, wiederherzustellen.

Was Sie NICHT tun sollten
Verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Maßnahmen – dementsprechend kreativ können die Lösungsvorschläge ausfallen. Da es aber gilt, das teure Gerät zu retten, ist Experimentierfreude an dieser Stelle fehl am Platz. Der ultimative Feind des nassen Handys ist Hitze. Jegliche Ideen, die damit zu tun haben, sollten Sie also tunlichst verwerfen. Geräte wie Heizung, Mikrowelle oder auch die pralle Sonne sind schädlich. Auch der Fön sollte nicht benutzt werden, da dieser die Feuchtigkeit bloß noch tiefer in das Gerät bläst.

Wie Sie sehen, gibt es einige Möglichkeiten, Ihr Mobiltelefon im Fall eines Wasserschadens zu retten. Entweder man probiert eines der Hausmittel aus, oder aber man vertraut dem Fachmann. So oder so: In vielen Fällen kann das Handy weiterhin benutzt werden. Es sei denn, man will die Gelegenheit nutzen und sich nach einem neuen Modell umsehen. Die Verlockung ist groß.

Verfasst von
Wolfgang Franz ist freier IT-Journalist und Mitgründer der Content-Agentur kontexte.

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