Wenn das Handy auf Reisen geht: Erste Hilfe, Roaming- und Präventionstipps bei Handy-Diebstahl

15. Juni 2015 /

Beim Diebstahl von Bankomat- oder Kreditkarte ist es selbstverständlich, diese sofort zu sperren. Bei Handys und deren SIM-Karten warten Betroffene oft zu lange. Das kann im Fall von Missbrauch der SIM-Karte insbesondere im Ausland teuer zu stehen kommen. Besonders im Urlaub kommt es leider oft zu Verlust oder Diebstahl von Handys. Betrüger nutzen unvorsichtige Urlauber aus und verwenden die gestohlenen Handys, um teure und betrügerische Anrufe zu führen. Drei einfache Grundregeln können helfen, Folgeschäden nach Diebstahl oder Verlust des Handys möglichst zu vermeiden.

Grundregel Nummer eins: SIM-Karte sofort beim Betreiber sperren lassen
Bei Verlust oder Diebstahl muss auf jeden Fall sofort die SIM-Karte (die Telefonnummer) über die Hotline des Betreibers (T-Mobile unter +43 676 2000 oder +43 650 650 650 für tele.ring) oder über das Self-Service-Portal („Mein T-Mobile“ oder „My tele.ring“) gesperrt werden, um missbräuchliche Nutzung zu verhindern. Wichtig ist auch die Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle im In- und Ausland. Im Falle eines Diebstahls wird die SIM-Karte kostenlos ersetzt. Bei der Anzeigenerstattung ist die 15-stellige Gerätenummer (IMEI-Nummer; International Mobile Equipment Identity) wichtig. Mithilfe dieser Nummer kann ein Handy identifiziert werden. Die IMEI-Nummer ist auf der Originalverpackung, der Handyrechnung, auf dem Gerät (meistens unter dem Akkueinschub) oder durch die Tastenkombination *#06# zu finden. Sicherheitshalber die IMEI-Nummer aufschreiben und an einer sicheren Stelle verwahren. Weitere Informationen in den FAQs von T-Mobile.

Grundregel Nummer zwei: Schutzcodes aktivieren
Damit ein Dieb oder der zufällige Finder eines Handys keinen Zugriff auf Telefonnetz, Adressen, Daten oder Apps bekommt, sind Zugangssperren Pflicht. Neben der PIN, welche die SIM-Karte schützt, bieten alle Smartphone-Plattformen die Möglichkeit der Sperre des Handys mit einer PIN, einem Passwort oder dem Wischen eines Musters. Empfehlenswert ist auch der Abschluss einer Handy-Versicherung.

Grundregel Nummer drei: Datenschutz am Handy aktivieren
Die populären Handy-Betriebssysteme Android, iOS für das iPhone oder Windows Phone bieten integrierte Mechanismen zur Datensicherung. Daten des integrierten Speichers oder auf optionalen Speicherkarten sollten regelmäßig auf einen PC oder in eine Datensicherungs-Cloud überspielt werden. Falls das Gerät abhanden kommt, sind damit zumindest wertvolle Daten nicht verloren und können einfach wiederhergestellt werden.

Grundregel Nummer vier: Roaming-Pakete für Sprache und/oder Daten aktivieren
Wer auch im Urlaub telefonieren, SMSen und surfen möchte, sollte sich vor dem Urlaub über passende Angebote informieren. In manchen Tarifen – wie in den aktuellen T-Mobile-Tarifen – sind Roaming-Minuten und SMS inkludiert (im und ins Ausland). Der Tarif „My Mobile Light“ beinhaltet 50 Freiminuten und 50 SMS, der Tarif „My Mobile Turbo“ 100 Freiminuten und 100 SMS innerhalb der Länder der Europäischen Union (inklusive Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz, EU+) und der Tarif „My Mobile Extreme“ 200 Minuten nicht nur innerhalb der EU+, sondern zusätzlich noch in und nach Bosnien-Herzegowina, Serbien und die Türkei. Zu anderen T-Mobile-Tarifen können bei Bedarf Zusatzpakete wie Pakete „EU 250“ (250 Minuten aktiv und passiv in EU+), Paket „EU 500“ (500 Minuten aktiv und passiv in EU+) und das „International 100 Paket“ (100 Minuten aktiv und passiv in EU+ sowie Bosnien-Herzegowina, Serbien und der Türkei) angemeldet werden.

Für alle Surfer – und wir meinen jetzt nicht die im und am Wasser – eignen sich beispielsweise die Datenroaming-Pässe „Travel & Surf“. Sie schützen alle Kunden von T-Mobile vor unerwarteten Kosten beim Surfen im EU-Ausland. Sobald der Kunde im europäischen Ausland den Web-Browser mit seinem Smartphone oder Tablet öffnet, gelangt er automatisch und kostenlos auf die Travel & Surf-Seite von T-Mobile. Hier kann er zwischen drei unterschiedlichen Datenroaming-Pässen oder surfen zu den EU-regulierten Preisen auswählen. T-Mobile Kunden können mit den Datenroaming-Pässen Travel & Surf – seit 15. Juni 2015 um 15 Euro statt 20 Euro – eine Woche lang (7 Tage) in der EU-28 sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz bis zu 200 MB (danach Drosselung der Datenverbindung) nutzen. In den Tagespässen sind 10 MB Daten um 2 Euro und 50 MB um 5 Euro inkludiert.

Besondere Vorsicht im Urlaub: SIM-Karte sofort sperren
Besonders im Urlaub kommt es leider oft zu Verlust oder Diebstahl von Handys. Betrüger nutzen unvorsichtige Urlauber aus und verwenden die gestohlenen Handys, um teure Anrufe zu führen. Seit einiger Zeit häufen sich so genannte „Spanien-Fälle“, bei denen in Spanien und auf Mallorca Handys gestohlen werden und mithilfe von Rufumleitungen zu Nummern in Drittländern und Mehrwertdiensten enorm hohe Gebühren verursacht werden.

Als Schutzmaßnahme für T-Mobile Kunden vor sogenanntem „Spanienbetrug“ sind ab sofort alle Rufumleitungen zu nicht österreichischen Nummern eingeschränkt. Das betrifft Rufumleitungen aller Art, zu allen Nummern außerhalb der EU und zu einigen selektierten EU Ländern, wo bereits Betrugsfälle eingetreten sind oder vermutet werden. Damit soll den Betrügern unmöglich gemacht werden, an gestohlenen Geräten unserer Kunden Rufumleitungen zu ausländischen Mehrwertnummern zu legen und Umsatz zu generieren. Weiters wurde ein System implementiert, das bei besonders auffälligem Telefonieverhalten – ähnlich wie bei ungewöhnlichen Kreditkartenabbuchungen – den betroffenen Anschluss zur Sicherheit des Kunden sperrt. Meistens handelt es sich bei auffälligem Telefonieverhalten um parallel stattfindende Anrufe (z.B. Telefonkonferenzen), meist zu Mehrwertnummern.

Wird das Handy gestohlen, muss wie schon oben beschrieben sofort eine polizeiliche Anzeige des Handydiebstahls und eine umgehende Mitteilung an den Betreiber zwecks Sperre erfolgen.

Weitere Tipps vom Bundesministerium für Inneres, Bundeskriminalamt, bei Handydiebstählen. Stern.de gibt im Artikel „Was tun, wenn das Smartphone weg ist?“ hilfreiche Tipps und präsentiert sogenannte „Anti-Diebstahl-Apps“.

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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