Flugsicherheitsagentur erlaubt Handynutzung an Bord

14. November 2013 /
Die europäische Flugsicherheitsagentur (EASA) will die Benutzung von Unterhaltungselektronik an Bord von Flugzeugen während Start- und Landephase erlauben.

Die Benutzung von Unterhaltungselektronik an Bord von Flugzeugen wird während Start- und Landephase künftig möglich sein. (Foto: Lufthansa)

Flugreisende in Europa sollen künftig bei Start und Landung nicht mehr auf ihre elektronischen Geräte verzichten – sofern sie sich im sogenannten Flugmodus befinden und damit keine Verbindung zum Mobilfunknetz besteht. Ende November veröffentlicht die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) neue Sicherheitsempfehlungen für Fluggesellschaften und nationale Aufsichtsbehörden, die unter anderem diese eingeschränkte Nutzung von Computer und Handys zulassen.

An Bord telefonieren bleibt weiterhin Zukunftsmusik
Bisher sehen die Richtlinien der Flugsicherheitsagentur vor, dass Handys oder MP3-Player nicht während des Starts oder der Landung genutzt werden dürfen. Ungehemmt telefonieren oder über den Wolken im Internet surfen bleibt für Reisende allerdings weiterhin Zukunftsmusik. Die Flugsicherheitsagentur ist sich aber der weiten Verbreitung von persönlichen elektronischen Geräten und dem Wunsch der Reisenden, diese auch überall zu nutzen, durchaus bewusst. Auf lange Sicht ist sie daher auf der Suche nach neuen Wegen, um die Verwendung von Mobiltelefonen an Bord von Flugzeugen zuzulassen, um auch während des Fluges Telefonate zu ermöglichen. Bei allen Maßnahmen hat die Sicherheit der Passagiere oberste Priorität.

Lockerungen auch in den USA
Erst Ende Oktober hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA die Regelungen für die Nutzung elektronischer Geräte an Bord von Flugzeugen gelockert. Demnach dürfen Passagiere in den USA künftig ihre elektronischen Geräte bei Start und Landung eingeschaltet lassen. Allerdings ist auch hier das Telefonieren im Flugzeug oder das Surfen im Internet untersagt. Dafür können Passagiere jetzt jederzeit Musik hören, Filme schauen, spielen oder digitale Bücher lesen.

Mit FlyNet über den Wolken surfen
Lufthansa ist die erste Fluggesellschaft, die ihren Fluggästen schon jetzt den Internetzugang per Breitband auf Langstrecken ermöglicht – zunächst auf Nordatlantikflügen. Über den Hotspot an Bord lassen sich Laptop, iPad oder Smartphone mit dem sogenannten „FlyNet“ verbinden. So können Fluggäste auch über den Wolken das gesamte Spektrum der mobilen Datenkommunikation nutzen.

EU-Kommission beschleunigt Internet in der Luft für Fluggäste
In Flugzeugen sollen für E-Mail, SMS und Internet-Dienste künftig schnelle Funkfrequenzen zur Verfügung stehen. Die EU-Kommission gestattete nun, dass auch die leistungsfähigen Frequenzbänder für 3G (UMTS) und 4G (LTE) in mehr als 3.000 Metern Höhe benutzt werden dürfen. Bisher war dafür lediglich das langsamere 2G (GSM) zugelassen.

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Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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