Ungewöhnliche Ursprünge der Handyhersteller

13. April 2013 /

Viele Handyhersteller, die Jahr um Jahr Top Handys und Tablets auf den Markt bringen, haben ungewöhnliche Ursprünge und entwickelten sich aus Unternehmen, die eigentlich mit Telekommunikation oder IT rein gar nichts am Hut hatten.

Als erstes Beispiel sei die finnische Firma Nokia genannt. Das Unternehmen wurde im Jahr 1865 gegründet und stellte anfangs Papiererzeugnisse her, die es ins benachbarte Russland und nach Großbritannien verkaufte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts stellte das Unternehmen Gummistiefel und Reifen für Rollstühle her. Seit 1967 ist Nokia in der Telekommunikationsbranche und 1987 baute Nokia das erste wirklich tragbare Mobilfunktelefon. Das Nachbarunternehmen Nokian Tyres aus der gleichen Ortschaft stellt immernoch Reifen her.

Nächstes Beispiel betrifft einen der größten Handy-Hersteller. Samsung wurde 1938 in Daegu, in Korea, als Lebensmittelgeschäft gegründet. In den Jahren nach dem Korea-Krieg war das Unternehmen in den Branchen und Nahrungsmittel und Bau tätig. Die erste industrielle Zuckerraffinerie in Südkorea wurde von Samsung errichtet. Seit 1969 gibt es das Tochterunternehmen Samsung Electronics, wobei man von Anfang an Haushaltsgeräte und Unterhaltungelektronik produzierte. Erst seit den 1980ern produziert man Speichermodule und seit 1990 ist die Herstellung von Elektrogeräten, IT-Produkten und Handys das Kerngeschäft von Samsung. Hier gehts zu Geschichte von Samsung.

Motorola dagegen begann 1928 als Hersteller von elektronische Spannungsreglern. 1930 stellten sie die ersten Autoradios her, im Zweiten Weltkrieg tragbare Funkgeräte, die als „walkie-talkie“ in die Geschichte eingingen. Danach stellten sie Radiogeräte für die US-Raumfahrtbehörde NASA her, Neil Armstrong sprach die ersten Worte von der Mondoberfläche über einen Sendeempfänger von Motorola. Später entwickelte Motorola Mobiltelefone hauptsächlich für den US-Markt, bis man mit dem Motorola RAZR weltweit einen 50 Millionen Stück-Hit landen konnte. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen aber zunehmend in der Krise befunden, bis schließlich 2011 Google die Mobilfunksparte von Motorola, Motorola Mobility, für 12,5 Milliarden US-Dollar übernahm.

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