Betrugswarnung Ping Calls: unbekannte Auslandsnummern nicht zurück rufen

23. August 2017 /
Beispiel Ping Calls (Rechte: Adam B.)

Beispiel Ping Calls (Foto: Adam B.)

Ein verpasster Anruf von einer unbekannten ausländischen Handynummer erscheint am Smartphone-Display? Dann könnte es sich um einen sogenannten Ping Call handeln, eine Betrugsmasche, die derzeit viele Handynutzer betrifft. Die Anrufe kommen aus unterschiedlichsten Ländern in Afrika, Osteuropa und Asien. Diese Nummern sollte man nicht zurückrufen, damit keine Auslandstelefoniegebühren entstehen. Erwartet man einen Anruf aus dem Ausland, wird empfohlen die Nummer vor dem Rückruf sicherheitshalber zu googeln. Oft liegen für Nummern bereits Betrugswarnungen vor.

Warum werden die Nummern nicht von den Mobilfunkanbietern gesperrt?
Laut groben Schätzungen gibt es rund 8 Milliarden Mobilfunkanschlüsse weltweit, mehr als die gesamte Weltbevölkerung zählt. Dies nutzen Betrüger aus und wechseln sehr häufig die Nummern. Es ist auch quasi unmöglich, den tatsächlichen Absender dieser Anrufe herauszufinden. Sobald bei einer konkreten Nummer eine Unregelmäßigkeit auffällt – in diesem Fall viele Anrufe an unterschiedlichste Teilnehmer – meldet dies ein internes System. Nach einer Detailanalyse von einem Mitarbeiter und der Feststellung eines Betrugs wird die Nummer unverzüglich für aktive Anrufe gesperrt. Ändert der Betrüger nur eine Ziffer bei der Rufnummer, werden die Anrufe wieder durchgestellt. Technisch möglich ist die Sperre von ganzen Vorwahlen, also von Ländern. Eine solche Sperre wird ausschließlich als letzte Instanz genutzt, da so ein ganzes Land nicht mehr erreichbar wäre. Betroffene Kunden sollten sich an den Mobilfunkbetreiber wenden, meistens werden die Kosten gutgeschrieben. Weiters bieten viele Handys die Möglichkeit, Nummern zu blockieren.

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Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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