Sprocket: Ein Drucker für die Hosentasche

21. August 2017 /

Wer sich schon immer gewünscht hat, überall und jederzeit Fotos  vom Smartphones auszudrucken, wird den Mobildrucker Sprocket von HP lieben. Der Drucker für die Hostentasche ist gerade einmal so groß wie eine 2,5 Zoll-Festplatte und wiegt schlanke 170 Gramm. Als Drucktechnik setzt HP auf ZINK, was für „Zero Ink“ steht, und bedeutet, dass das Gerät ohne Tinte auskommt. Stattdessen werden die Farbpigmente durch thermische Impulse, sprich unterschiedliche hohe Temperaturen, aufgetragen. Das ermöglicht auch erst den kleinen Formfaktor des Sprocket.

Richtig userfreundlich und gesellig wird der Winzling durch eine eigene App für Android und iOS, mit der sich Fotos vor dem Drucken sogar noch bearbeiten lassen und in soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram aber auch Online-Verwaltungstools wie Flickr hochladen lassen.  Beliebte Features wie Filter, Rahmen und Sticker sind auch mit an Bord. Darüber hinaus können Ausschnitte festgelegt und Texte zu den Bildern hinzugefügt werden.

Gute Noten im Test
Das Gerät macht äußerlich einen sehr hochwertigen Eindruck und liegt gut in der Hand. Die Qualität der Ausdrucke kann zwar nicht mit einem vielfach größeren Standgerät mithalten, ist aber durchaus ansprechend und erfüllt den Zweck allemal. Im Test hat sich gezeigt, dass besonders helle Fotos auch zu sehr hochwertigen Ausdrucken führen. Bei dunklen Bildern stößt der Sprocket etwas an seine Grenzen. Nicht ganz unwichtig: Je mehr Drucke hintereinander gemacht werden, desto eher fällt die Druckqualität leicht ab. Es empfiehlt sich also, den Drucker nach ein paar Ausdrucken mit dem mitgelieferten Smartsheet zu reinigen. Das dauert nicht lange und zahlt sich allemal aus.

Die Verbindung zwischen Drucker und Smartphone erfolgt über Bluetooth 3.0. Witziges Detail am Rande: Der Drucker kann sich mit mehreren Geräten gleichzeitig verbinden und dürfte auch auf Parties für jede Menge Spaß und bleibende Erinnerungen sorgen. Da der Drucker vorwiegend unterwegs zum Einsatz kommen soll, ist im Gerät ein Litium-Polymer-Akku mit 500 mAh eingebaut. Aufladen lässt er sich über USB. Dazu ist am Sprocket eine Micro-USB-Schnittstelle vorhanden. Das Ladekabel mit USB-Typ-A-Stecker liegt bei und kann in einen PC, Laptop oder ein entsprechendes Netzteil gesteckt werden. Das Netzteil selbst ist im Lieferumfang allerdings nicht enthalten.

Nur Spezialpapier
Der HP Sprocket ist für rund 140 Euro inklusive eines 10er Packs ZINK Fotopapier erhältlich. Kleiner Wermutstropfen: Es kann auch nur dieses Papier verwendet werden. Andere Papiertypen sind weder mit dem Gerät noch der ZINK-Technologie kompatibel. Das Fotopapier ist in 20er-Paketen zu bekommen, die rund 10 Euro kosten. Ein gedrucktes Foto beläuft sich also auf 50 Cent. Das ist zwar nicht gerade billig aber aufgrund der besonderen Drucktechnologie ist das spezielle Papier auch nicht so günstig herzustellen.

Alles in allem ist der Sprocket ein sehr witziges Gadget für Parties oder Urlaube. Nicht zuletzt bekommen die Besitzer echte greifbare Fotos in die Hand, während die meisten digitalen Fotos von Smartphones  in irgendwelchen Ordnern verschwinden oder nie wieder angesehen werden. Wer auf Parties auf gute alte analoge Weise Telefonnummern austauschen will und Visitenkarten nicht cool findet, bekommt mit dem Sprocket auch eine sehr individuelle Alternative.

Verfasst von
Alex Wolschann ist Mitbegründer der Content-Agentur kontexte und ehemaliger Chefredakteur der Computerwelt.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.