China: eine Reise zwischen Tradition und Hightech

14. Juli 2017 /

Rund 18,7 Prozent der Weltbevölkerung zählt die Volksrepublik China. Die knapp 1,4 Milliarden Menschen leben auf einer Größe von 9,5 Millionen Quadratkilometern, dies ist gleichzusetzen mit den USA oder ganz Europa bis zum Ural. Viele von uns assoziieren China mit „Billigramsch“ und vielen Menschen. Die größten chinesischen Unternehmen sind bei uns unbekannt oder man kennt sie nur vom Hörensagen. Die Smartphones des chinesischen Handyherstellers Huawei sind seit einigen Jahren auch in Europa angekommen. Wir haben gemeinsam mit Vertretern von Huawei Austria China besucht und uns auf die Suche nach der Widerlegung des Images als“Ramschland“ gemacht.

Tag 1, Peking – auf der Suche nach dem traditionellen China

Nach zehn Stunden Flug von Wien am Morgen in Peking angekommen erwartet uns eins: Smog! Als Europäer kennen wir eine derartige Umweltverschmutzung Gott sei Dank nicht. Die Luft riecht nicht besonders (schlecht), aber der Himmel ist vernebelt und man sieht weder die Sonne noch in die Ferne. Der einzige Vorteil daran ist, dass bei 37 Grad Celsius die pralle Sonne das Schwitzen – bei gefühlter Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent – noch ankurbeln würde.

Besuch der verbotenen Stadt. Sogar den chinesichen Touristen ist es an diesem Tag zu heiß.

Rund 21 Millionen Menschen leben in der Hauptstadt Chinas und Peking stellt das politische Zentrum Chinas dar. Aufgrund der langen Geschichte beherbergt Peking ein bedeutendes Kulturerbe. Dies umfasst die traditionellen Wohnviertel mit Hutongs, den Tian’anmen-Platz (chinesisch für „Platz am Tor des Himmlischen Friedens“), die 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Verbotene Stadt, den neuen und alten Sommerpalast und verschiedene Tempel, wie z. B. den Himmelstempel, den Lamatempel und den Konfuziustempel (Quelle: Wikipedia). Wir besuchen bei gefühlten 45 Grad Celsius die Verbotene Stadt, ein Komplex aus mehreren Gebäuden.

Danach gehts in das traditionelle Wohnviertel, wo wir ein typisch chinesisches Haus präsentiert bekommen. Auf 40 Quadratmetern leben dort bis zu sieben Personen, WC und Dusche sucht man vergebens. Die rund 90jährige Dame des Hauses erzählt uns mithilfe eines Übersetzers, dass für dieses Haus ein anderes Gesetz gilt. Normalerweise darf in China nur 70 Jahre ein Grund „besessen“ werden bzw. er bleibt ewig im Besitz des Staates. Im Altstadtviertel gibt es ein eigenes Gesetz und in diesem Haus lebt schon die siebte Generation der Familie“.

Das chinesische Nationalgericht, die Pekingente, wird gut in kleine Rollen verpackt.

Nach einer Rikscha-Fahrt durch die Altstadt geht es zu (angeblich bekanntesten) Restaurant für – was könnte es sonst sein – Pekingente. Im Da Dong Roast Duck Restaurant erfahren wir Wissenswertes über das Nationalgericht. Ein Tipp: Die Haut der Pekingente in Zucker eintauchen und essen. Hört sich zunächst eigenartig an, löst jedoch eine Geschmacksexplosion im Mund aus. In der Bestellung ist ein eigener Koch inkludiert, der vor den Gästen die Ente zerteilt (wir haben für euch ein Video gemacht, es ist am Ende des Beitrags zu finden).

Mein persönliches Resümee zu Peking: Wer das traditionelle China sucht, ist hier richtig. Wer die Moderne und Hightech bevorzugt, kann die Hauptstadt getrost auslassen.

Besuch der Chinesichen Mauer (Credit: Flokaheli)

Besuch der Chinesichen Mauer (Credit: Flokaheli)

Tag 2, von Peking zur chinesischen Mauer und mit dem Zug nach Shanghai
Nach einer rund 90 minütigen Busfahrt von Peking erreichen wir die chinesische Mauer. „The Great Wall“ gehört zu den „neuen 7 Weltwundern“ und erstreckt sich über 21.196,18 Kilometer und umfasst 43.721 Einzelobjekte und Standorte. Die Touristen werden schon erwartet und nach Zahlung des Eintritts kann man mit dem Aufstieg beginnen. Bei 35 Grad Celsius eine sehr anstrengende Angelegenheit, auch weil die Stufen extreme Höhenunterschiede haben. Nach (gefühlten) 3.000 Stufen sind wir an einer Aussichtsplattform angekommen und blicken auf die andere Seite des Tals, wo sich die Mauer am Bergkamm schlängelt. Leider hat uns der Smog auch begleitet und der Blick ist dadurch ein wenig getrübt.

Am Weg zum Flughafen erfahren wir, dass unser Flug nach Shanghai storniert wurde – laut unserem Guide keine Seltenheit – und wir planen spontan um. Wir nehmen den Hochgeschwindigkeitszug nach Shanghai. Mit bis zu 380 km/h rauschen wir durch die Landschaft und erreichen in rund 6,5 Stunden die ostchinesischen Hafenstadt Shanghai. Ein „normaler“ Zug würde mehr als 11 Stunden für die 1.300 km lange Strecke benötigen. Spät in der Nacht kommen wir in Shanghai an und wissen trotz der Dunkelheit eins: diese Stadt ist anders als Peking. Hohe Wolkenkratzer mit Beleuchtung wohin man sieht. Wir sind im modernden China angekommen.

Erster Blick auf Shanghai – schon in der Nacht sieht man den Unterschied zu Peking.

Fazit Tag 2: 1. Die Chinesische Mauer sollte auf der persönlichen Bucketlist stehen. Gute Schuhe und viel Wasser mitbringen. 2. Flüge innerhalb Chinas werden öfters storniert, daher genügend Zeit für Transfers einplanen. Wenn man Zugfahren bevorzugt, dann Highspeed-Trains buchen. 3. Shanghai beeindruckt sogar schon in der Nacht.

Nächste Woche berichten wir von Shanghai und unserer mühsamen Reise in die Technologiestadt Shenzhen, die Hafenstadt im Süden Chinas.

Zum Abschied noch das versprochene Video:

Die Einladung der Reise erfolgte von Huawei Austria, die Kosten wurden von T-Mobile zur Gänze übernommen.

 

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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