Moto g5: Topmodell in der Mittelklasse

27. Juni 2017 /

T-Mobile hat die Kultmarke Motorola zurück nach Österreich geholt und ist hierzulande der erste und einzige Mobilfunkanbieter, der das Moto G5 ins Sortiment aufgenommen hat. Verkaufsstart bei T-Mobile und tele.ring ist Freitag, 30. Juni 2017.

Die erste schöne Überraschung erleben umweltbewusste User schon beim Auspacken des Moto G5. Kunststoffelemente sucht man vergeblich, alle Verpackungselemente sind in Karton gehalten.

Die fünfte Generation des Moto G hat erstmals eine Metallhülle spendiert bekommen die sich sowohl optisch als auch haptisch gelungen präsentiert. Durch das verwendete Metall fühlt sich das Mittelklasse-Modell deutlich hochwertiger an als noch sein Vorgänger, das G4. Auch das Gewicht ist reduziert worden was zum hochwertigen Gesamteindruck beiträgt.

Der 5-Zoll-Bildschirm löst in Full-HD mit 1.080 x 1.920 Pixel auf. Die Blickwinkelstabilität des Moto G5 kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Das Display ist sehr hell und auch die automatische Helligkeitsregulierung funktioniert auch bei Veränderungen in der Umgebung wirklich gut.

Unter dem Display hat Motorola einen Fingerabdruck-Sensor platziert. In der vorigen Generation war dieses Feature noch der Plus-Variante vorbehalten. Der Fingerprintreader kann in den Einstellungen so konfiguriert werden, dass Wischgesten nach links oder rechts die Funktion der Android-Systemtasten übernehmen. Der Home-Button ist in dieser Einstellung ein einfaches Tippen auf den Sensor.

Im Gegensatz zum Moto G5 Plus steht bei der kleineren Version die Kamera-Linse nicht aus dem Gehäuse heraus, sondern ist flach in das Gehäuse integriert. Das ist optisch sehr gelungen. Die Bilder sind von sehr guter Qualität und überzeugen bei normalen Lichtverhältnissen mit scharfen Details ohne starkes Bildrauschen. Der Autofokus arbeitet schnell. Selfies gelingen mit dem Moto G5 besonders gut, dank dem Weitwinkel-Objektiv der Front-Kamera passen auch drei oder vier Leute locker ins Bild.

Im Inneren des Smartphones befinden sich neben einem zwar wechselbaren aber dennoch fest verbauten Akku je nach Version bis zu zwei Nano-SIM-Karten sowie Platz für eine Micro-SD-Karte für bis zu 128 GB zusätzlichen Speicher. Mit dem 2.800 mAh starken Akku kommt man bequem über den Tag. Sogar mit recht inensiver Nutzung von Youtube und Co.

Flüssige Bedienung trotz Abstrichen
Während das größere Moto G5 Plus einen Qualcomm-Snapdragon-625-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,0 GHz und 3 GB Arbeitsspeicher rechnet, hat Motorola den kleineren Bruder mit einem Snapdragon-430-Herzen, das acht Kerne bei einer 1,4-GHz-Taktung bietet, und 2 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Das merkt man in der Performance geringfügig. Im Hands-On macht das Moto G5 dennoch einen wirklich guten Eindruck. Apps laufen flüssig und bei der Bedienung kommt es zu keinen Aussetzern.

Mit WLAN-Netzwerken verbindet sich das Moto G5 nach dem Standards a/b/g/n im 2,4-GHz- und im 5-GHz-Band. In der Theorie können so 600 Mbit/s erreicht werden. Nett ist die Integration eines UKW-Radios, was aber bei Mittelklassemodellen durchaus nicht unüblich ist.

Auf dem Moto G5 kommt das recht aktuelle Android 7.0 Nougat zum Einsatz. Ein Beispiel für individuelle Motorola-Anpassungen ist die App Moto. Damit kann die Bedienung dank Zusatzfunktionen stark vereinfacht werden. Mit „Action“ können diverse Bewegungs-Gesten für Funktionen aktiviert werden, das Modul „Info“ ist so etwas wie ein Always-On-Bildschirm, der Benachrichtigungen auf den gesperrten Bildschirm bringt.

Fazit
In der Mittelklasse kann sich das Moto G5 absolut sehen lassen. Motorola hat im Vergleich zum Vorgänger nicht nur die Hülle sowie einige Hardwarelemente stark verbessert, auch der Gesamteindruck beim Test ist wirklich sehr positiv. Sowohl die Geschwindigkeit der Apps als auch die Kamera genügen konventionellen Ansprüchen absolut. Für recht kleines Geld bekommen Besitzer sogar noch Innovationen wie die Ein-Tasten-Steuerung, die das schnelle Navigieren durch Screens mithilfe des Fingerabdrucksensors erlaubt. Nach links wischen für zurück, nach rechts, um die kürzlich genutzten Apps aufzurufen, antippen für Home, gedrückt halten zum Sperren. Und weil weniger Symbole auf dem Display sind, ist alles viel übersichtlicher. Oder das Aktivieren der Kamera mit einem kurzen Schütteln des Handgelenks. Auch die im Vergleich etwas abgespeckte Android-Ausstattung passt gut zur Hardware und ermöglicht ein natives und nahtloses Navigieren durch Menüs und Applikationen. In puncto Preis und Leistung ist das Moto G5 sicher am oberen Ende der Mittelklasse-Smartphones angesiedelt.

Weitere Information unter www.t-mobile.at/motorola.

Verfasst von
Alex Wolschann ist Mitbegründer der Content-Agentur kontexte und ehemaliger Chefredakteur der Computerwelt.

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