Warum man öffentliche USB-Ladestationen meiden sollte

05. Juni 2017 /

Die Kapazität der Batterien moderner Smartphones ist nach wie vor der Schwachpunkt der kleinen aber leistungsfähigen Taschencomputer. Wer unterwegs viel telefoniert, Mails oder Nachrichten schreibt, im Internet surft und vielleicht auch noch ein Navigationssystem nutzt, kommt mit einer Akkuladung kaum einen Tag aus. Da ist es äußerst praktisch, dass es öffentliche USB-Ladestationen in Cafés, in Bussen oder am Flughafen gibt. Das ist toll, aber nicht ganz ungefährlich, denn die Ladestationen könnten manipuliert sein.

Einerseits kann die Hardware, also der USB-Stecker, manipuliert oder auch nur defekt sein. Eine unterschiedliche Spannung kann zu Schäden am Gerät führen. Handelt es sich um ein Uralt-Ladegerät an dem ein neues Modell angeschlossen wird, ist das Schlimmste, das passieren kann, dass das Aufladen des Akkus eine gefühlte Ewigkeit lang dauert. Ist es aber umgekehrt und man schließt ein altes Smartphone an ein Ladekabel, das für neuere Geräte konzipiert ist, kann eine fehlerhafte Spannung Schäden am Smartphone verursachen. Auch für das Ladegerät selbst ist das auf Dauer nicht von Vorteil. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt lieber das eigene Ladegerät oder ein passendes Akku-Pack mit.

Manipulierte Anschlüsse können Smartphones infizieren
Gefahr droht aber auch von anderer Seite: Über manipulierte USB-Anschlüsse könnten verbundene Telefone mit Schadsoftware infiziert werden. Dafür gibt es bisher zwar erst wenige Beispiele, aber die Gefahr bestehe laut Experten auf jeden Fall. Ältere Telefone seien hier stärker gefährdet als Modelle mit aktueller Software.

Absichern kann man sich, wenn man USB-Kabel oder Zwischenstecker nutzt, die nur Strom, aber keine Daten durchleiten. Bei neueren Android-Smartphones lässt sich auch einstellen, ob beim Anschluss an einen USB-Stecker nur Strom oder auch Daten durchgeleitet werden. Aber auch hier gilt: Lieber das eigene Ladegerät mitnehmen oder ein portables Akku-Pack benutzen.

Verfasst von
Christof Baumgartner ist freier IT-Journalist und Mitgründer der Content-Agentur kontexte.

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