Nachgefragt: Das Huawei P10 im Test

03. April 2017 /

Jedes Jahr im Frühling stellen die kleineren und großen Hersteller von Android-Smartphones ihre Flagship-Geräte vor. Mit dabei und in den letzten Jahren auch immer stärker im Fokus ist auch der chinesische Hersteller Huawei, der heuer das Dreigestirn P10, P10 plus und P10 lite vorstellte. Wir möchten hier das P10 näher betrachten, weil es die Leistung eines Superphones in ein Gehäuse packt, das dank seiner runden Form auch in die Hosentasche passt. Wir haben den T-Mobile Handy-Experten Kristofer Mesaritsch zum Interview gebeten, der das  Huawei P10 genau unter die Lupe genommen hat.

Was zeichnet das P10 aus?
Kristofer Mesaritsch: Das P10 ist ein logischer Nachfolger des sehr erfolgreichen P9 aus 2016. Mit logisch meine ich, dass Huawei das schon sehr gute und erfolgreiche P9 in einigen Punkten sinnvoll weiterentwickelt hat. Um etwas auf die technischen Innereien einzugehen: unter dem sehr leuchtstarken, 5,1-Zoll großen IPS-LCD-Display mit Full-HD-Auflösung werkt eine aktuelle Prozessor/Grafik-Einheit von der Tochterfirma HiSilicon und 4 Gigabyte RAM. Die 20-Megapixel-Dualkamera glänzt mit optischem Bildstabilisator und sehr schnellem Autofokus. Die sehr moderne Benutzeroberfläche nennt Huawei „EmUI 5.1“ und basiert auf Android 7.0

Was kann das P10 besser als sein Vorgänger P9?
Kristofer Mesaritsch: Wie schon oben erwähnt liegt es dank der abgerundeten Kanten einfach besser in der Hand, es wirkt dadurch auch etwas zierlicher. Die allgemeine Performance ist etwas höher und die Position des Finderabdrucksensors ist nach vorne unters Display gewandert. Huawei hat weiterhin zwei Kameras eingebaut, allerdings gibt es hier technische Neuerungen, die bessere Fotos versprechen.

Du erwähnst die Neuerungen bei der Kamera. Kannst du die etwas näher beschreiben?
Kristofer Mesaritsch: Die Leica-gebrandete Dualkamera besteht aus einer 12-Megapixel-Modul mit herkömmlichem Bayer-Sensor und einem 20 Megapixel Monochrom-Sensor, jeweils hinter Objektiven mit eine maximalen Blendenöffnung von 2,2. Nimmt der User ein Bild auf, werden die Ergebnisse beider Sensoren übereinander gelegt und zu einem Bild vereint, was einerseits das Bildrauschen bei schlechtem Licht als auch den sogenannten Dynamikumfang verbessern soll. Der Dynamikumfang, traditionell eine Schwachstelle bei Smartphones, beschreibt die Fähigkeit einer Kamera, mit sehr hellen und sehr dunklen Bereichen gleichzeitig im Bild umgehen zu können, ohne, dass Schatten schwarz erscheinen oder der eigentlich blaue Himmel überbelichtet weiß erscheint. Die ersten Testfotos zeigen, dass das P10 diese Disziplin außergewöhnlich gut beherrscht.

Eingebaut wurden auch ein optischer Bildstabilisator und ein sehr schneller Autofokus. Dazu kommen sehr sinnvolle Programme für Portraits oder die Bildgestaltung mit variabler Schärfentiefe, also scharfen und unscharfen Elementen im Bild.

Für welche Kunden ist das P10 besonders empfehlenswert?
Ich würde sagen, es ist interessant für einen breiten Kundenkreis. Der User bekommt ein absolutes High-End-Smartphone, das sich technisch und optisch auf Augenhöhe mit den Flagships anderer Hersteller befindet. Technik-affine User werden ebenso auf ihre Kosten kommen wie die Smartphone-Fotografen, die Instagramer und Snapchatter, denen die sehr gute Kamera ein hilfreiches Werkzeug sein wird.

Das Huawei P10 ist beispielsweise um 0 Euro Anzahlung und 2 Euro monatlicher Teilzahlung im Tarif My Mobile Ultra bei T-Mobile erhältlich. Weitere Angebote im Online-Shop. Zu jeder Bestellung erhalten T-Mobile Kunden die exklusive Geschenkbox im Wert von 99 Euro kostenlos dazu (solange der Vorrat reicht).

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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