Das plant Apple mit Augmented Reality

22. März 2017 /

In einem Interview mit Independent hat Apple-Chef Tim Cook von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) in höchsten Tönen gesprochen: Die Bedeutung der Technologien sei mit jener von Smartphones zu vergleichen.

Geht es nach den angemeldeten Patenten arbeitet Apple bereits seit über zehn Jahren an entsprechenden und Lösungen. Gerüchten zufolge soll sogar eine geheime Entwicklungsabteilung mit hunderten Mitarbeitern „the next big thing“ vorbereiten.

Viele dieser Mitarbeiter sollen durch Übernahmen in den letzten Jahren zu Tim Cooks Unternehmen gestoßen sein. Hier eine kleine Auswahl:

  • Das israelische Unternehmen Primesense hatte 3D-Sensoren entwicklet, bevor es von Apple übernommen wurde und war unter anderem an der Entwicklung von Microsofts erster Kinect-Generation beteiligt.
  • Apple hat das Münchner AR-Startup Metaio 2015 übernommen. Das Unternehmen wurde unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Ikea bekannt, mit dessen Katalog und einem App Kunden die virtuellen Möbel in ihr Zuhause projizieren konnten.
  • Ebenfalls 2015 hat der iPhone-Hersteller das Schweizer Startup Faceshift übernommen, das sich auf visuelle Effekte für Kinofilme und Computerspiele spezialisiert hat.
  • Mit Emotient haben die Cook-Leute ein Unternehmen geschluckt, das sich auf die Analyse von Gesichtsausdrücken und Stimmungen spezialisiert hat.
  • Die letzte Akquisition in diesem Bereich ist im Februar 2017 über die Bühne gegangen, als Realface Teil der Apple-Familie wurde. Das israelische Unternehmen hat sich auf Gesichtserkennung spezialisiert.

Und was will Apple mit all den eingekauften Technologien?
Kein Kommentar seitens der kalifornischen Geheimniskrämer, wie üblich. Gerüchten zufolge soll Apple unter anderem an Smart Glasses arbeiten, die mit dem iPhone verbunden sind und der Augmented Reality dienen sollen. Ähnliches soll in Autos Anwendung finden. Als eine weitere Plattform könnte die iOS-App Maps dienen: User bräuchten dann nur ihr iPhone hochhalten, um in der Umgebung beispielsweise ein Restaurant zu finden. AR und VR bieten jedenfalls so viele Möglichkeiten, dass Apple und dem Mitbewerb wahrscheinlich kaum die Ideen ausgehen werden.

Verfasst von
Wolfgang Franz ist freier IT-Journalist und Mitgründer der Content-Agentur kontexte.

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