CeBIT2017 – Digitalisierung einfach anpacken: „Smart Parking“, „Bee and Me“ und „Smartbar“

20. März 2017 /

Es gibt nicht DAS eine Rezept, das ein Essen zu einem perfekten Menü macht. Aber jedes Gericht braucht Grundzutaten. Dieses Prinzip gilt auch für die Digitalisierung, für die Unternehmen eine Basisinfrastruktur brauchen, mit individuellen Zutaten garnieren und zum Festmenü zusammenstellen. Auf Basis dieser Grundinfrastrukturen lassen sich dann Digitalisierungsprojekte umsetzen: im Vertrieb, in der Produktion, im Kundendienst, der Logistik oder im Facility Management.

Welche Zutaten Unternehmen brauchen, um die digitale Transformation voranzutreiben, erfahren die Besucher auf der CeBIT 2017 bei der Deutschen Telekom, Mutter von T-Mobile. „Digitalisierung. Einfach. Machen.“ heißt es in Halle 4, Stand C38. Mit einer Vielzahl von erfolgreich umgesetzten Kundenprojekten zeigen die Deutsche Telekom und ihre Partner, welche Grundzutaten sie Unternehmen für die Digitalisierung bieten und in welchen Bereichen sie mit der digitalen Transformation starten können.

Wir stellen in den nächsten Tagen ausgewählte Digitalisierungsprojekte vor, heute „Smart Parking“ in Hamburg und Wien, „Bee and Me – Kampf dem Bienensterben“ und die „Smartbar“.

Hamburg macht Parken einfach

Die nervenaufreibende Parkplatzsuche gehört in Hamburg bald der Vergangenheit an. Die Deutsche Telekom und die Hansestadt vernetzen große Teile des innerstädtischen Parkraums, damit Autofahrer schneller und komfortabler an ihr Ziel kommen. Über eine Smartphone-App können sich Autofahrer künftig über freie Stellflächen in Hamburg informieren. Auch das Buchen und Zahlen des Parkplatzes wird leichter. Damit Echtzeitinformationen über verfügbare Parkplätze vorliegen, werden in den nächsten drei Jahren bis zu 11.000 Parkplätze im öffentlichen Raum sowie Parkhäuser und private Stellplätze vernetzt. Im Laufe des Jahres sollen weitere Städte vom digitalen Parkservice der Deutschen Telekom profitieren.

bi-170319-cebit-app-park-joySensoren beenden stressige Parkplatzsuche
Für das smarte Parken setzt die Deutsche Telekom schwerpunktmäßig Sensoren ein. Diese melden über ein Schmalband-Mobilfunknetz (Narrowband Internet of Things), ob ein Parkplatz frei ist. Zusätzlich können auch andere Datenquellen genutzt werden, um eine Wahrscheinlichkeit für freien Parkraum zu berechnen. Dazu zählen unter anderem Informationen aus Parkscheinautomaten oder von verschiedenen Parkraumbetreibern. Schwarmdaten aus dem Mobilfunknetz lassen sich ebenfalls für Wahrscheinlichkeitsberechnungen zu freiem Parkraum nutzen.

Doch warum in die Ferne schweifen wenn das Gute so nahe liegt? Bereits Ende Februar 2017 konnte Wien mit einem „Smart City“-Showcase aufwarten. Direkt vor dem T-Mobile Shop im T-Center, Hauptquartier von T-Mobile, wurden fünf Parkplätze mit Sensoren ausgestattet. In einer Tablet-App wird in Echtzeit angezeigt, ob und welche Parkplätze verfügbar sind. Weitere Informationen im Blog-Beitrag „Smart City: Parken im T-Center in Wien“.

Schmalband-Funk sagt Bienensterben den Kampf an
„Bee and Me“ unterstützt Imker beim Schutz ihrer Bienen: Die schmalbandige Funktechnik NB-IoT (Narrowband Internet of things) überträgt direkt aus dem Bienenstock an den Imker die von intelligenten Sensoren gesammelten Daten: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Gewicht des Bienenstocks (= Füllstand der Waben) und Aktivität der Bienen. Ein Blick auf die Smartphone- oder Tablet-App und der Imker weiß, ob seine Bienen gesund sind.

honey-bees-401238_1920Deutsche Telekom-Chef Höttges sagt: „Die Digitalisierung leistet einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung. Ein Bienenstock ist die kleinste Industrieanlage der Welt mit 40.000 Mitarbeitern auf einem halben Quadratmeter. Wie bei Industrie 4.0 sorgen Sensoren und Narrowband-IoT für kontinuierliche Überwachung und rechtzeitige Hilfe, bevor ein Bienenvolk Schaden nimmt. Das Beispiel zeigt, welche Möglichkeiten die Technik bietet. Die Technik entwickelt sich rasch weiter, mit NB-IoT geht noch viel, viel mehr.“

Die genauen Ursachen für das Bienensterben sind unbekannt, als Gründe werden unter anderem der Einsatz von Pestiziden, eintönige Landschaften, fehlende Nahrungsquellen, der Verlust des natürlichen Lebensraums der Tiere und Parasiten wie die Varroamilbe angeführt.

Vernetzte Smartbar mit IoT-Lösung
Gemeinsam haben die Deutsche Telekom und der Gläserproduzent RASTAL  eine digitale Lösung für die Getränkeindustrie entwickelt, die über intelligente Gläser und eine vernetzte Theke Informationen erfasst und in unternehmerische Daten wandelt. So können Informationen zum Getränkeum- und -absatz sowie zu Schankverlusten von überall in Echtzeit abgerufen werden. Zudem ermöglicht die Internet of Things (IoT)-Lösung Getränkeherstellern und Gastronomiebetrieben eine völlig neue Form der Kundeninteraktion sowie der Wettbewerbsdifferenzierung.

smarte-theke_deutsche-telekomUnd so funktioniert’s: Das von RASTAL entwickelte SMARTGLASS verfügt über einen integrierten kodierten Chip, der sich in die Markenwelt des Getränkeherstellers integriert. Dieser enthält Informationen zu Füllmenge, Getränkesorte, Zeitpunkt und Ort des Ausschanks. Wird dieses Glas nun auf die Smartbar gestellt, liest diese die Informationen automatisch aus und schickt sie über die integrierte SIM-Karte an das Herzstück der IoT-Lösung – die Cloud der Dinge der Deutschen Telekom. Sie sammelt die Daten, wertet sie aus und visualisiert sie anschaulich über Dashboards, die über Smartphone, Tablet oder PC aufgerufen werden können. Der Kunde kann nun zum Beispiel unabhängig von seinem Aufenthaltsort in Echtzeit sehen, welche Theke welchen Getränkeverbrauch hat, um gegebenenfalls rechtzeitig handeln zu können. Zudem lassen sich Verbrauchsstatistiken im Nachhinein geschäftsoptimierend auswerten.

Sekundenschnelles Zapfen ohne Schankverluste
Ebenso ist das Zapfen der Getränke über den Glasboden möglich. RASTAL hat als exklusiver Glas-Partner des amerikanischen Unternehmens „Grinon Industries“ für diese Zapfweise ein Glas mit einer definierten Füllöffnung im Glasboden entwickelt, das über einen Magneten verschlossen wird. Wird das Glas auf die Zapfvorrichtung der Theke gestellt, füllt sich das Glas sekundenschnell und ohne Schankverluste von unten. Die Zapfmethode kann für alle Getränkearten, auch für Bier und kohlensäurehaltige Softdrinks verwendet werden. Sie eignet sich – gegebenenfalls verbunden mit einer Prepaid-Lösung über eine Smartphone-App – auch für Selbstbedienungskonzepte.

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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