Herbert, Urban Farming an der Wohnzimmerwand

15. März 2017 /

Ponix Systems ist ein sogenanntes Indoor Urban Farming Startup, wie Gründer Alexander Penzias im Interview mit startablish verrät. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, ein altes Bewusstsein für den Umgang mit Lebensmitteln in unserer Gesellschaft wiederzubeleben. Wir wollen mit unseren Technologien aufzeigen, wie einfach, unkompliziert und sauber die Gemüseproduktion zu Hause sein kann. Unsere eigens entwickelten LEDs können in Gewächshäusern eingesetzt werden und wir bauen maßgeschneiderte Anlagen zur Gemüse- und Kräuterzucht für Restaurants und Hotels.“

Das erste Produkt von Ponix Systems für den Consumer-Markt nennt sich Herbert – ein Gemüsebeet, das einfach an die Wand gehängt wird und in dem 15 verschiedene Kräuter angebaut werden können (Video). Statt Erde kommt bei Herbert ein Schwamm zur Anwendung, der mit Wasser und biologischem Dünger versorgt wird. „Dieses System ist weitaus produktiver, als es mit herkömmlichen Anbaumethoden möglich ist: Anstelle von den durchschnittlichen zwei bis drei Monaten, die man z.B. für einen Salat vom Samen bis zur Ernte benötigt, kann man diese Zeit in sogenannten hydroponischen Systemen auf nur fünf Wochen verkürzen. Im Vergleich zum klassischen Anbau spart man auch bis zu 90 Prozent Wasser“, zeigt sich Alexander Penzias begeistert.

Damit auch Menschen ohne grünen Daumen wissen, wie es den Pflanzen geht, liefert Herbert via Sensoren entsprechende Informationen wie etwa über essentielle Wasserparameter – ein Tank ist integriert, der ermöglicht, dass man den Urlaub frei von schlechtem Gewissen antreten kann. Mit der eigens entwickelten App haben die Nutzer das Ökosystem immer unter Kontrolle und können damit ihre Erfahrungen mit anderen Herbert-Kunden austauschen.

Das Urban Farming Projekt ist derzeit bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter gelistet. Herbert soll im Oktober 2017 auf den Markt kommen.

Smartes Blumenbeet
Neben Ponix Systems hat sich Smartgreen Solutions dem Thema Urban Farming verschrieben. Das ebenfalls aus Wien stammende Startup hat ein sogenanntes Smartbeet entwickelt, ein Hochbeet mit Wassertank und Hightech, das auf Wunsch völlig autark funktioniert. Als Wasserquelle dient bei Outdoor-Verwendung Regenwasser, das gesammlt wird. Um die Kommunikation mit der Außenwelt sicherzustellen, werkt im Inneren die IoT-Box von T-Mobile.

Verfasst von
Wolfgang Franz ist freier IT-Journalist und Mitgründer der Content-Agentur kontexte.

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