Basslet: Subwoofer fürs Handgelenk

06. März 2017 /

Kopfhörer werden immer besser, doch eines können sie nicht: Musik im ganzen Körper fühlbar machen. Das Hightech-Armband Basslet des Berliner Startup-Unternehmens Lofelt gleicht dieses Manko aus, indem es wie ein Subwoofer die Vibrationen überträgt.

Daniel Büttner, der verrät im Interview, wie er auf die Idee gekommen ist, einen Subwoofer für unterwegs zu entwickeln. „Die Fühlbarkeit von Musik hat mich schon immer fasziniert. Mit 14 Jahren wechselte ich vom Synthesizer zum Kontrabass, da ich ein Instrument suchte, dessen Ausdruck nicht durch Regler kontrolliert wird. Später arbeitete ich bei einer Musik-Firma an Konzepten, wie man elektronische Instrumente haptisch zum Leben erwecken kann.“ Ab Mai 2014 entwickelte Büttner gemeinsam mit anderen Musik- und Hardware-Experten von Texas Instruments, Sony Mobile, Nokia und Native Instruments das Gerät.

Das Basslet nutzt eine neuartige Technologie, die wie ein Bass-Lautsprecher funktioniert und sehr tiefe Musikfrequenzen ohne Nebengeräusche auf den Körper überträgt. „Es fühlt sich an, als hält man einen Kontrabass in der Hand oder als lehne man sich gegen einen Bass-Lautsprecher. Die interessante Entdeckung hier ist, dass unser Gehirn diese Bass-Wahrnehmung ganzheitlich als Musik hört, auch wenn die Vibration nur an einer Stelle des Körpers anliegt“, so Büttner.

Die Einsatzgebiete für das Wearable liegen auf der Hand: Der mobile Subwoofer eignet sich für den Konsum von Musik und Filmen unterwegs, aber auch für Games, das man die Action-Geräusche so direkt am Körper spüren kann.

1,5 Millionen Euro Entwicklungskosten sollen in dem kleinen Armband stecken, das ein Team von rund 15 Leuten ausgearbeitet hat. Einen großen Teil der Summe wurde via Kickstarter aufgestellt.

Verfasst von
Wolfgang Franz ist freier IT-Journalist und Mitgründer der Content-Agentur kontexte.

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