Österreich als 5G-Vorreiter

25. Januar 2017 /

Österreich als 5G-Vorreiter. Vernetzte Stadt/Smart City. Bildrechte Deutsche Telekom

Schafft es Österreich bis 2020 ein 5G-Vorreiter Europas zu werden und diese neue Mobilfunktechnologie effizient auszubauen, profitiert der Standort Österreich von einem geschätzten zusätzlichen BIP-Beitrag von 4 Milliarden Euro pro Jahr und 35.000 zusätzlichen Beschäftigten. So lautet das Ergebnis einer Studie von Arthur D. Little, die von der Internetoffensive Österreich, ein digitaler Branchenverband der IKT-Wirtschaft Österreichs, in Auftrag gegeben wurde. Vorgestellt wurden diese Ergebnisse im Rahmen des IKT-Konvents, am 25. Jänner 2017, und beziehen sich dabei auf die Digitalpläne der Bundesregierung. Im Rahmen des Konvents verweisen die heimischen Mobilfunk-Chefs wiederholt auf die Notwendigkeit investitionsfreundlicher Rahmenbedingungen, warnen vor zu viel Regulierung und plädieren für mehr Förderungen im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich, der sich mit 5G beschäftigen wird.

Dass Österreich nun rasch an der entsprechenden Weichenstellung für 5G arbeiten muss, zeigt das Ergebnis des 5G-Readiness-Index, bei welchem Österreich derzeit noch Rang 24 von insgesamt 32 Ländern einnimmt. „Führende 5G-Nationen wie etwa Schweden, Dänemark und Korea haben früh die Wichtigkeit von 5G erkannt und sind bereits in den Umsetzungsschritten ihrer verabschiedeten 5G-Strategien. Für Österreich ist es nun essenziell, diesem Vorbild zu folgen und rasch die richtigen Stellschrauben für Österreich zu setzen“, so Andreas Bierwirth, Vizepräsident der Internetoffensive Österreich und CEO von T-Mobile Austria.

Blick in die Glaskugel: Gemeinsames Mobilfunknetz in Österreich
Im Rahmen des IKT-Konvents der Internetoffensive Österreich, am 25. Jänner 2017, wurde im Zuge der 5G-Diskussion ein weiteres spannendes Thema angesprochen, der zukünftige Netzausbau. Statt drei Netze zu bauen (T-Mobile, A1, Drei), könnte in ein gemeinsames Netz investiert werden. Das würde den Ausbau deutlich beschleunigen, wovon wiederum der Wirtschaftsstandort profitiert. In diesem Fall würden die heimischen Mobilfunker sich künftig nicht mehr über Netzabdeckung differenzieren, sondern im Bereich von Dienstleistungen, Service, Sicherheit und vielen weiteren Aspekten des Wettbewerbs. So oder so wird der 5G-Netzausbau anders verlaufen als bei den bisherigen Mobilfunkstandards. Wurden Antennen bisher auf Mobilfunkmasten oder Dächern aufgestellt, werden 5G-Antennten (oder eher Router-ähnliche Boxen) in Straßenlaternen, unter Kanaldeckeln und anderen Stellen der städtischen Landschaft untergebracht.

5 Gramm, Groschen oder Gnocchi — wofür 5G wirklich steht
5G ist eine Abkürzung für die „5. Generation“ des Mobilfunks, ein Nachfolger von LTE. Viele verbinden völlig zurecht Telefonie mit Mobilfunk, doch 5G hat etwas ganz Anderes im Fokus: Daten, Daten und noch mehr Daten. Das lässt sich auch ganz leicht erklären, denn der weltweite Datenhunger steigt jährlich massiv an, ein Ende ist nicht in Sicht. Alleine bei T-Mobile Austria verdoppelt sich beinahe jährlich der mobile Datenverbrauch. Neben Katzenvideos gewinnt nämlich eine ganz andere Sparte große Bedeutung: Das Verbinden von Menschen, Dingen und Tieren. Das mag nach einer Vision Orwells klingen, ist aber unsere Realität. Die Bewältigung von, grob gesagt, Katzenvideos und mit dem Internet verbundenen Dingen, hat sich 5G auf die Fahnen geschrieben und verspricht technische Möglichkeiten, die heute noch nicht möglich sind.

Ein beliebtes Beispiel ist das autonome Fahrzeug, das zur Steuerung mitunter auf Mobilfunk setzt, ein idealer Anwendungsfall für 5G, das sehr kurze Reaktionszeiten bieten wird. Sogar schneller als ein Mensch reagieren könnte. Daher die Prognose von Andreas Bierwirth, CEO T-Mobile, dass in 20 Jahren nur noch autonome Fahrzeuge auf der Autobahn zugelassen werden.

Video: Nokia demonstriert die Automatisierung von 5G

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Als Pressesprecher für Produkte befasst sich Lev Ratner im 0676 Blog mit Tarifen, Smartphones, Tablets, Wearables, technischen Trends und allerlei Gadgets.

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