Virtual Reality: 2017 kommt der Durchbruch

23. Januar 2017 /
Gemeinsam mit illusion Walk hat die TU Wien ein revolutionäres Konzept für Virtual Reality entwickelt.

Virtual Reality (VR) wird einer der ganz großen Consumer-Trends des kommenden Jahres. Schon 2016 haben fast alle großen Player erste Devices auf den Markt gebracht. Eine große Hürde hat jedoch den absoluten Durchbruch im Massenmarkt bis jetzt verhindert: mangelnder Content. Nach dem Motto ’Was bringt ein Sportwagen, wenn es keine geeigneten Straßen gibt‘ sehen wir uns gegenwärtig mit hochwertiger Hardware aber fehlenden Killeranwendungen konfrontiert. Das soll sich aber 2017 ändern.

Virtual Reality Association
Ein gutes Argument dafür haben die großen Hersteller selbst geliefert, die Ende Dezember einen Schulterschluss beschlossen haben, um das Thema VR gemeinsam voran zu treiben. Unter dem Namen „Virtual Reality Association“ haben Acer Starbreeze, Google, HTC VIVE, Facebook’s Oculus, Samsung und Sony eine Allianz vereinbart, die das Wachstum der globalen Virtual-Reality-Industrie massiv pushen soll, indem sie Forschungserfolge untereinander teilt und gemeinsam weiterentwickelt. Möglicherweise ergeben sich aus dieser Kooperation auch gemeinsame Standards, die noch für jede große Technologie und die Akzeptanz bei den Konsumenten immens wichtig waren.

Revolutionärer Beitrag aus Österreich
Auch aus Österreich kommt ein spannender Beitrag, dank dem sich bei Virtual Reality bald vollkommen neue Welten erschließen können und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die TU Wien hat gemeinsam mit dem Unternehmen Illusion Walk, ein VR-Konzept entwickelt, mit dem sich mehrere Personen können gleichzeitig in riesengroßen virtuellen Welten bewegen können.

Sich mit einer 3D-Brille auf dem Kopf durch virtuelle Welten zu bewegen ist nichts Ungewöhnliches mehr. Doch die bisher verfügbaren Systeme funktionieren alle auf ähnliche Weise: Die Kopfbewegungen der User werden mit Kameras erfasst, an einen zentralen Computer gesendet und dann wird das angezeigte Bild entsprechend berechnet. Beim neuen Konzept der TU Wien, trägt hingegen jeder User Kamera und Computerhardware in einem Rucksack mit sich herum – das ermöglicht eine viel höhere Flexibilität und ganz neue Anwendungsmöglichkeiten.

Die Orientierung im Raum funktioniert über QR-Codes, die an den Wänden und an der Decke des Raumes angebracht sind. Eine Vielzahl von QR-Codes werden von der Kamera gleichzeitig gelesen, daraus kann sehr genau die Position errechnet werden. Bewegungssensoren an Armen und Beinen sorgen dafür, dass die Körperhaltung ständig bekannt ist, die User können ihren eigenen Körper oder die Körperhaltung ihrer Mitspieler in Echtzeit sehen.

Erfolgreicher Test
Auf einem 600 Quadratmeter großen Gelände in Wien wurde das neue System erfolgreich getestet. Anwendungsideen für extragroße virtuelle Realitäten gibt es viele: „Man könnte damit auf kostengünstige Weise extrem lebensnahes Training ermöglichen – zum Beispiel für Feuerwehrleute, oder auch für Spezialpersonal in Fabriken“, veranschaulicht Professor Hannes Kaufmann, Leiter der Forschungsgruppe „Virtual and Augmented Reality“ an der TU Wien. Auch für die Architektur ist die das spannend: Man könnte in Zukunft einen Blick in eine neue Bahnhofshalle werfen und in ihr herumspazieren, noch bevor die Baugrube ausgehoben ist. Im Museum etwa könnten Besucher ganz einfach die Ausstellung Ihrer Wahl anschauen oder interaktiv Wissen abfragen.

Am Interessantestes ist das Konzept aber natürlich für Gamer, die sich dann gemeinsam in großen Welten bewegen und aus einem individuellen Erlebnis ein Gruppenerlebnis machen können. Dass Gaming mehr denn je auch eine starke soziale Komponente hat, beweist ja der Erfolg der MMORPGs wie Warcraft und Co. aber auch Online Games wie Pokemon Go.

Verfasst von
Alex Wolschann ist Mitbegründer der Content-Agentur kontexte und ehemaliger Chefredakteur der Computerwelt.

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2 Kommentare

  • Vergi Doğan says:

    Vıel zu wenig Freiminten ins Ausland. Deswegen werde ich 2018 kündigen…

    • T-Mobile Kundenservice says:

      Hallo Vergi,

      das finden wir wirklich schade. Wir haben aber unterschiedliche Tarife mit Freieinheiten auch fürs Ausland. Schau dich doch bitte nochmals auf unserer Homepage um und vielleicht findest einen passenden Tarif. Sonst kannst du dich auch immer gerne an unsere KollegInnen vom Service wenden.

      LG Kathi