10 Jahre iPhone: Wie ein Smartphone unser Leben verändert hat

09. Januar 2017 /

Vor exakt zehn Jahren, am 9. Jänner 2007, stellte Steve Jobs auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco das erste iPhone vor. Im Juni selben Jahres kündigte ein TV-Spot den Verkaufsstart für den 29. Juni in den USA an. Laut Apple wurden innerhalb der ersten zwei Verkaufstage rund 270.000 Stück des neuartigen Smartphones – inoffiziell auch iPhone 2G oder iPhone EDGE genannt – verkauft. In Europa kam das iPhone im November an und wurde zunächst von T-Mobile Deutschland angeboten, in Österreich ab März 2008 exklusiv bei T-Mobile Austria. Es folgten viele Generationen des Gerätes und laut Apple wurden bis Mitte 2016 weltweit etwa eine Milliarde Stück verkauft. Als vor 10 Jahren das iPhone auf den Markt kam, konnte sich noch niemand vorstellen, welche Revolution es am Handy-Markt auslösen würde.

Wir haben einige dieser Entwicklungen angesehen und zusammengefasst:

Vor 10 Jahren feierte HSDPA und somit mobiles Internet den Durchbruch. Neben Nutzung am Smartphone startete das mobile Internet, zu Beginn noch Datensticks und -karten, richtig durch, um unterwegs online gehen zu können. Niemand konnte sich vorstellen, dass Festnetzinternet irgendwann durch Mobilfunk ersetzt werden würde. Rund um das Jahr 2007 wurden die ersten 5-Megapixel-Handys (MP) in Großserie aufgelegt. Die ersten Handys mit reiner Touchscreen-Steuerung folgten und Kult-Handys wie das Nokia N95 oder das Apple iPhone kamen in den Handel. Nur 10 Jahre später gibt es Smartphones mit 12 MP und mehr.

Innerhalb von 10 Jahren..

  • businessman is pushing his finger on lte button

    Die Mobilfunktechnologien entwickeln sich rasant: von 2G, 3G zu LTE/4G und 2020 wird 5G erwartet.

    Ist 3G und LTE/4G für uns Alltag geworden und T-Mobile arbeitet bereits jetzt schon an 4.5 und 5G (mehr im Artikel „Mobilfunkzukunft: Mit „LTE Advanced Pro“ knapp 2 Gigabit pro Sekunde erreicht“). Derzeit sind Höchstgeschwindigkeiten von maximal 250 Megabit pro Sekunde möglich, in Zukunft werden es 2 Gigabit und noch viel mehr sein.

  • Im Jahr 2017 besitzen 65 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ein Smartphone, 51 Prozent nutzen Apps. Über 30 Prozent besitzen ein Tablet, das im Grunde ein noch größeres Smartphone ist (Quelle: Austrian Internet Monitor).
  • Der Prozessor eines aktuellen Smartphones ist um weit über 1000-mal schneller als der Computer von Apollo 11 der die ersten Menschen auf den Mond brachte.
  • Tablets sind im Grunde wie größere Smartphones ohne klassischer Telefonie. Ihre Einführung und den Erfolg spürt besonders die PC-Industrie. Das erste Apple iPad kam übrigens 2010 in USA auf den Markt.
  • Dadurch, dass immer mehr Smartphones in den Umlauf kommen, werden die Themen Recycling und Nachhaltigkeit immer wichtiger (hier gehts zum Video über Handyrecycling). Über 60 verschiedene Stoffe werden für die Produktion von Mobiltelefonen benötigt (mehr zu Nachhaltigkeit von T-Mobile).
  • V.l.n.r.: @stanzi*, @Stefan*, @werner_noebauer*, @paulkreuzer*, @EvaS*, @bibi** *Austrian Fairphoners Kernteam **Fairphone Team

    Das Fairphone ist mit einem handelsüblichen Schraubenzieher einfach zu öffnen und schadhafte oder alte Teile können in wenigen Minuten selbst ausgetauscht werden.

    Ein Beispiel dieser Veränderung ist das niederländische Unternehmen Fairphone, das seit 1-2 Jahren ein sozial gerechtes und möglichst nachhaltiges Smartphone vertreibt und damit die Sensibilität für das Thema erhöhen will. So etwas hat es früher nicht gegeben.

  • Der Datenverkehr wächst aufgrund der Entwicklung exponentiell. Alleine von 2010 bis 2015 wuchs das Datenvolumen im T-Mobile-Netz um knapp 1.500 Prozent. Kaum eine andere Branche kann auf ein solches Wachstum blicken (Grafik)
  • Aufgrund des Datenwachstums sind auch massive Investitionen nötig: Alleine T-Mobile hat in den letzten Jahren mehr als 1 Milliarde Euro in den LTE-Breitbandausbau investiert.
  • Apps wurden immer wichtiger und sind heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Anzahl der verfügbaren Apps in den Top App-Stores im Jahr 2016 in Deutschland (laut statista): Im Apple App Store waren im Juni 2016 rund zwei Millionen Apps verfügbar. Die meisten Apps mit rund 2,36 Millionen hatte der Google Play Store in seinem Angebot. Apple hat über die letzten Jahre über 50 Milliarden U.S. Dollar an App-Entwickler ausgeschüttet.
  • Smart Home: Steuerung über Smartphone oder Smartwatch

    Smart Home: Steuerung über Smartphone oder Smartwatch längst Realität.

    Internet ermöglicht viele Anwendungen, wie Smart Home. Die Anwendungsfelder sind vielfältig. Man kann jetzt schon mit dem Tablet eine Kommandozentrale daheim einrichten, mit der man zum Beispiel die Heizung regeln kann. Die Smart-Home-Produkte kommunizieren auch oft mit dem Smartphone. Es gibt z.B. Zahnbürsten, die sich über Bluetooth mit dem Handy verbinden und über eine App mitteilen, wie lange und gut man noch putzen sollte.

  • Arbeitswelt: wird immer mobiler, wir arbeiten mit unseren Smartphones und Tablets dort wo wir gerade sind.
  • Digital Detox ist ein aktuelles Trend-Thema. Es beehinhaltet wie man bewusster mit Smartphones und Computern umgeht, sie zur Seite legt um selbst abzuschalten. Wir sind also auch noch auf der Suche, wie wir mit Smartphones richtig umgehen.
  • Sicherheit ist ebenso ein wichtiges Thema geworden, denn immer mehr sensible und persönliche Daten, Stichwort mobiles Bezahlen, finden Einzug im Smartphone. Das führte über die Jahre z.B. zur Einführung von Entsperrmechanismen wie dem Fingerscanner, Muster-Vervollständigen oder Iris-Scanner oder so eigenen Produkten für Internetsicherheit am Handy (wie z.B. Internetschutz). Weitere Informationen zum Thema Sicherheit sind im 0676 Blog zu finden (Themensammlung).
  • Auf dem Fotoportal Flickr werden heute weltweit die meisten Fotos von Apple- und Samsung-Smartphones hochgeladen, erst an dritter und vierter Stelle folgen professionelle Spiegelreflexkameras.
  • Phänomene wie Pokemon Go beschäftigen die ganze Welt, alles über das Smartphone und ohne dem mobilen Alleskönner nicht möglich.
  • Bildung: Erst durch Handys oder Tablets ist digitale Bildung möglich. Kinder können mithilfe von Apps leichter individuell lernen. Die Kinder von heute sind die Nutzer und Gestalter von morgen – Handyverbote sind nicht sinnvoll, Kinder wachsen mit mobilen Geräten auf. Man muss ihnen allerdings lernen und beibringen, wie sie verantwortungsvoll damit umgehen. Kinderschutz ist daher sehr wichtig, da auch zahlreiche Gefahren im Internet lauern. Weitere Informationen im Kids Blog von T-Mobile, der extra für Eltern, Lehrende und Kinder eingerichtet wurde.

Doch wohin wird es mit der Entwicklung noch gehen? Wir haben uns drei Trends genauer angesehen:

  • Trend 1:
    Solar T-Shirt mit eingearbeiteten Film-Solarzellen von Pauline van Dongen. Blaue Sonnenbrille von Mykita. Transparenter Latex „Algae Coat“ von SteinRohner. Credit: Deutsche Telekom

    Solar T-Shirt mit eingearbeiteten Film-Solarzellen von Pauline van Dongen. Blaue Sonnenbrille von Mykita. Transparenter Latex „Algae Coat“ von SteinRohner. Credit: Deutsche Telekom

    Wenn Brillen unsere Realität erweitern werden, wird vielleicht auch das Smartphone künftig nicht als haptisches Objekt in unserer Hand liegen, sondern durch die Brille in unsere Handfläche projiziert. Nett wäre es, wenn man durch solche Brillen auch Informationen über sein Gegenüber erhalten kann, z.B. woher man sich kennt. Wir haben bereits über Virtuelle Realität im 0676 Blog berichtet (Themensammlung).

  • Trend 2:
    Kleidung wird künftig smarter werden, das heißt vernetzt sein und somit neue Vorteile bringen, wie z.B. den Blutdruck messen, ohne dafür zusätzliche Geräte nutzen zu müssen. Wir haben im 0676 Blog über „Smart Fashion“ berichtet.
  • Trend 3:
    Wir werden bestimmt noch mehr von Chat-Bots hören, die in Apps verpackt sind und Service-Kommunikation mit Kunden übernehmen. Ein Beispiel ist Tinka, die seit 2014 auf der T-Mobile-Webseite weiterhilft und in Zukunft noch intelligenter werden wird.

Zum Abschluss noch ein Sager des Medientheoretikers Herbert Marshall McLuhan:

„We shape our tools and afterwards our tools shape us.“

Das heißt Technik ist die Erweiterung des Menschens. Das Rad als Verbesserung der Beine, der Buchdruck als Erweiterung der Hände. Auch das Smartphone wird hier eine wichtige Spur hinterlassen.

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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