App Prisma verwandelt Fotos in Kunstwerke

23. August 2016 /
Prisma Labs

Foto-Apps gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und alle versprechen sie, die eigenen oft banalen Fotos mit speziellen Filtern schöner und interessanter zu machen. Mit der derzeit äußerst populären App Prisma kann man seine mit dem Smartphone aufgenommen Bilder im Handumdrehen sogar in Kunstwerke verwandeln. Die knapp 40 verschiedenen Filter orientieren sich dabei unter anderem an der Arbeit von Malern wie Roy Lichtenstein oder Edvard Munch.

Schon wieder eine neue Foto-App? Was soll diese denn mehr können, als all die anderen, die schon mehr als genug vom Speicher des Smartphones in Anspruch nehmen? Doch Prisma ist tatsächlich spannend und die Ergebnisse sind faszinierend. Ohne Vorkenntnisse und mit minimalem Aufwand werden aus Handy-Schnappschüssen ästhetische Bilder. Bislang benötigte man dazu professionelle Software und jede Menge Photoshop-Tutorials.

Beeindruckende Effekte mit minimalem Aufwand
Gleich nach dem Start wird der Benutzer vor die Wahl gestellt, ein Foto zu machen und dieses zu bearbeiten. Vier Basis-Optionen wie die Zuschaltung des Blitzes, den Wechsel von Rück- zu Frontkamera oder ein Mini-Menü, dass sich hauptsächlich mit der Speicherfunktion des Bildmaterials beschäftigt kann hier ausgewählt werden.

Was Prisma von anderen Apps unterscheidet, ist künstliche Intelligenz. Die App legt nicht einfach nur einen statischen Filter über das Foto, sondern zeichnet oder malt das Bild komplett neu. Dabei kommen neuronale Netzwerke zum Einsatz. Für diese aufwendige Neuberechnung lädt die App jedes Foto auf die Server des Anbieters, wo es von Hochleistungsrechnern in der Cloud bearbeitet wird. Diese Tatsache hat auch einige kritische Stimmen rund um das Thema Datenschutz laut werden lassen. Die russischen Macher von Prisma räumen sich in den AGB auf der Webseite umfassende Nutzungsrechte an den Bildern ein, die Nutzer hochladen. Das machen aber auch andere soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook. Prisma gibt es für Android und iOS.

Verfasst von
Christof Baumgartner ist freier IT-Journalist und Mitgründer der Content-Agentur kontexte.

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