SMS-Betrug: Achtung vor gefälschten Facebook-Profilen

13. Januar 2016 /

In letzter Zeit häufen sich Berichte über Kriminelle, die sich mithilfe eines gefälschten Facebook-Profils Geld von Facebook-Nutzern holen. Die Kriminellen erstellen ein gefälschtes Facebook-Profil (meist mit sehr ähnlichen Namen eines Facebook-Freundes wie z.B. Alex Hubr statt Alex Huber und bitten nach Annahme der Freundschaftsanfrage die Person per Facebook-Nachricht um die Handynummer.

Wenn man die Handy-Nummer weitergegeben hat, erhält man auf das Handy eine SMS mit Zahlencode. Per Chat bittet der vermeintliche Freund, auf die SMS mit JA zu antworten. Folgt man den Anweisungen des Betrügers, wird eine Geldzahlung veranlasst. Auf der nächsten Handyrechnung findet man dann den in der SMS angeführten Betrag. Der Betrüger hat sein Ziel erreicht – es fließt Geld und man ist einem Betrug aufgesessen.

Anzeichen für den Betrug

  1. Wenn man einen Freund bereits in seiner Freundesliste hat und eine neue Freundschaftsanfrage erhält sollte man alarmiert sein. Man sollte gegenchecken, ob das Profil echt ist und ggf. bei Facebook melden (dazu auf die Seite des Fake-Profils gehen und auf die drei Punkte neben „Nachricht senden“ klicken und „melden“ wählen). Den „Geschädigten“ sollte man auf jeden Fall über den Betrug informieren, damit dieser seine Freunde warnen kann.
  2. Eine Nachricht von einem vermeintlichen Freund landet im Ordner der „Nicht-Freunde“.
  3. Der Freund möchte die Handynummer wissen.
  4. Hier sollten immer die Alarmglocken läuten: ein Freund bittet online um Geld.
  5. Rechtschreibfehler können Hinweis auf einen Betrug geben, müssen es aber nicht. Die Betrüger werden immer kreativer und besser in ihrem „Beruf“.
    6. Sollte es trotzdem zum Betrug gekommen sein, sollte Anzeige bei der Polizei erstattet und Kontakt mit dem Mobilfunkanbieter aufgenommen werden.

Um gar nicht in diese Situation zu kommen, sollte man folgende Tipps beherzigen:

  • Mit offenen Augen durch die Online-Welt gehen. Ein Freund würde niemals digital darum bitten, spontan Geld zu überweisen oder einen Code zu übermitteln.
    Tipp: Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man dem „Freund“ eine persönliche Frage stellen – wie z.B. „woher kennen wir uns?“.
  • Niemals – und wirklich niemals – Passwörter, Codes oder TANs an eine dritte Person weitergeben.
  • Man sollte immer achtsam mit seinen Daten umgehen, sei es Handynummer, Facebook-Profil, E-Mail-Adresse usw. usw. Je mehr persönliche Daten im Internet stehen, desto besser können Betrüger damit arbeiten.
  • Mit einem Handy können Zahlungen getätigt werden. Klingeltöne, Facebook-Spiele, Online-Abos – sogenannte Digitale Güter – können mittels Handy gekauft werden. Vor dem Kauf ist es bei T-Mobile notwendig, dass der Kunde beim Abo-Abschluss explizit zustimmt. Dies kann per SMS mit „Ja“, über eine Bestätigungsseite im mobilen Internet (WAP) oder durch Eingabe eines TAN-Codes erfolgen. Dem Handynutzer werden im Zuge einer Zahlungsautorisierung stets die relevanten Kaufdetails (Anbieter, Abo-Dauer bzw. Hinweis auf Einzelzahlung, Preis, Produkt & Anbieterdetails inkl. Kontaktdaten) bekannt gemacht. Nur antworten wenn von einem selbst die Zahlungstransaktion eingeleitet wurde.
  • Facebook & Co: Man sollte keine öffentlichen Freundeslisten und Fotos haben, sondern die Sichtbarkeit von öffentlich auf Freunde einschränken stellen (weitere Informationen auf wikihow.com). So können diese nicht beliebig kopiert werden.

Weitere Informationen sind auch im T-Mobile Kundenforum zu finden.

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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