Eltern wissen nicht, was ihre Kinder im Internet tun

21. Juli 2014 /

Kinder kommen immer früher mit Smartphones und Tablets in Berührung und erlernen spielerisch den Umgang. Laut einer deutschen Studie haben jedoch 49 Prozent der Eltern nach eigenen Angaben keinen genauen Überblick darüber, was ihre Kinder im Internet alles anstellen. Dabei sind sich die Eltern über die Gefahren durchaus im Klaren, wie eine Studie zeigt.

Doch digitale Medien und Smartphone und Co. können das Leben und Lernen der Kids ungemein bereichern und bieten große Chancen wie Aktivierung beim Erarbeiten von Wissen, Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer und viele mehr (Eindrücke im 0676 Blog über die „Connected Kids“). Daher ist es wichtig, dass die Kleinen über die Gefahren aufgeklärt werden: Hier sieht die deutsche Bevölkerung in erster Linie die Eltern in der Pflicht, an zweiter Stelle Schulen und Lehrer (95 bzw. 63 Prozent). Kindern und Jugendlichen oder Anbietern von Internet-Dienstleistungen (etwa soziale Netzwerke oder E-Mail-Dienste) schreibt nur eine Minderheit (18 bzw. 24 Prozent) eine besondere Verantwortung zu.

Sorgen der Eltern
Die Zahl der Ahnungslosen ist besonders erstaunlich, da sich die Eltern sich durchaus bewusst sind, welcher Vielzahl von Risiken ihre Kinder im Internet begegnen. Die größte Sorge der Eltern (zwei von drei Befragten) ist, dass ihre Kinder im Internet zu viel von sich preis geben und zu lange online sein könnten. 62 Prozent beunruhigt, dass Kriminelle über Chats oder Foren Kontakt mit ihren Kinder aufnehmen könnten, 58 Prozent, dass Fotos der Kinder ohne Wissen der Eltern ins Internet gestellt werden könnten.

 

 

Ein Fünftel der Kinder mit schädliche Filme und Videos in Berührung gekommen
Tatsächlich schlechte Erfahrungen gemacht haben nach Angaben der Eltern hingegen nur wenige Kinder. Noch am häufigsten haben Eltern den Eindruck, dass ihre Kinder zu viel Zeit im Internet verbringen (36 Prozent), sich auf falsche Informationen aus dem Netz verlassen (28 Prozent) und zu viel von sich preisgeben (23 Prozent). Jeweils rund ein Fünftel der Eltern berichtet zudem davon, dass ihre Kinder pornographische Filme oder Gewaltvideos gesehen sowie illegal Musik oder Filme heruntergeladen haben.

Cyber-Risiken steigen
Fasst man die vier Cyber-Risiken Datenbetrug im Internet, Missbrauch persönlicher Daten durch Unternehmen, Computerviren und Missbrauch persönlicher Daten durch andere Nutzer in sozialen Netzwerken zusammen, so gehen 91 Prozent der Bevölkerung davon aus, dass die damit verbundenen Risiken künftig steigen werden. In den anderen Bereichen wie „klassischer“ Kriminalität, Terroranschläge, aber auch Gesundheitsgefahren durch lebensbedrohliche Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder radioaktive Verstrahlung erwartet die Mehrheit der Bevölkerung keine Zunahme, sondern geht von einem konstanten, teils sogar sinkenden Risiko aus.

Der Sicherheitsreport 2014 stützt sich auf insgesamt 1503 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahren. Befragt wurden außerdem gezielt Eltern von 6- bis 17-jährigen Kindern. Er wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom, der Muttergesellschaft von T-Mobile, erstellt.

Weiterführende Informationen zu Kinderschutz für Kunden bei T-Mobile und tele.ring:
Kinderschutz am Handy leicht gemacht
Schutz für Tablets in Kinderhänden

Verfasst von
Sie ist Pressesprecherin von T-Mobile Austria und Hauptredakteurin des 0676 Blogs. Sie interessiert sich seit der Jugend für Telekommunikation, Technologie und Mobilfunk.

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