2015 weltweit mehr Mobilanschlüsse als Menschen

03. Juni 2014 /
Das Bild des Fotografen John Stanmeyer von afrikanischen Migranten in Dschibuti auf der Suche nach einem Mobilfunksignal aus Somalien gewann 2014 den World Press Photo Award. / F: John Stanmeyer

Das Bild des Fotografen John Stanmeyer von afrikanischen Migranten in Dschibuti auf der Suche nach einem Mobilfunksignal aus Somalien gewann 2014 den World Press Photo Award. / F: John Stanmeyer

Schon im nächsten Jahr wird die Zahl der Mobilfunkanschlüsse die der Menschen auf dem Planeten übertreffen. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist Machine-to-Machine (M2M) Kommunikation, die Verbindung von Geräten, Maschinen und Anlagen über das Netz zur Information und Steuerung.

Bei einem jährlichen Wachstum von sieben Prozent gab es nach Berechnungen des Netzwerk-Ausrüsters Ericsson im ersten Quartal 2014 bereits 6,8 Milliarden Mobilfunk-Verbindungen. Ericsson sieht in den nächsten Jahren explosives Wachstum vor allem bei der Zahl mobiler Internet-Anschlüsse.

So dürften zum Jahr 2019 rund 60 Prozent der 9,2 Milliarden weltweiten Mobilfunk-Anschlüsse mit Smartphones genutzt werden. Darunter würden 2,6 Milliarden Verbindungen des schnellen Datenfunks LTE sein, hieß es. Über ein Viertel der weltweiten LTE-Nutzer kämen dann aus China, in den USA dürften 85 Prozent der Handys mit LTE laufen, erwartet Ericsson. Dadurch werde es 2019 zehn Mal mehr Datenverkehr von mobilen Geräten geben als 2013. Rund die Hälfte werde auf Videos entfallen. Schon im ersten Quartal 2014 seien mehr Daten durch mobile Netze geflossen als im gesamten Jahr 2011.

Ericsson Mobility Report


Verfasst von
Helmut Spudich ist Unternehmenssprecher der T-Mobile Austria, zuvor Wirtschafts- und Technologie-Redakteur bei Der Standard, Wien.

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