Der Frühling der Funkbäume

29. März 2013 /

Ein „nackter“ Funkturm

Trotz der Schneestürme und Minusgrade der letzten Woche können wir langsam mit dem Frühling rechnen. Und auch die Funktürme könnten ergrünen. Seit 1992 baut im amerikanischen Südwesten das Unternehmen Larson Camouflage verschiedene Unterarten der Baumgattung „Funkbaum“.

Begonnen hat der Betrieb eigentlich mit der Herstellung von künstlichen, aber thematisch naturnahen gestalteten Gartenumgebungen und Steinformationen. Ihre erste Arbeit in der Mobilfunk-Fauna war das „Tarnen“ einer Basisstation in Denver, im US-Bundesstaat Colorado, mit einem Mono-Kieferbaum. Seit der rasanten Entwicklung der Mobilfunkbranche wuchert dieser neue Wirtschaftszweig. Die Herstellung einer „getarnten“ Basisstation kostet allerdings rund vier Mal soviel – nämlich 150.000 USD – wie die Errichtung eines gewöhnlichen Funkturms.

Die Mobilfunk-Bäume blühen auch in Südafrika: 1996 wurde der Palm Pole Tower in Südafrika in Betrieb genommen. Es war weltweit die Erste, aus nicht giftigem Plastik hergestellte Basisstation in Palmenform.

Der südafrikanische Fotograf Dillon Marsh hat sechs Monate lang an Bildern gearbeitet, die Funkbäume in städtischer Umgebung zeigt. Seine nun auf wired.com veröffentlichte Bildergalerie präsentiert seine Arbeiten. Und auch der deutsche Fotograf Robert Voit hat eine Fotogalerie, in denen er verschiedene Arten der „neuen Bäume“ aus den USA, Italien Portugal, Südkorea und aus Großbritannien vorstellt.

 

Autor: Adam Bezeczky

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